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Vaterschaftsanerkennung und Sorgerecht


| 02.06.2006 13:17 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Guten Tag,

meine Freundin hat ein großes Problem. Sie hatte vor vielen Jahren mit einem damals noch verheiratetem Mann ein Verhältnis. Innerhalb dieser Beziehung wurde sie schwanger und bekam ein Kind. Dieses Kind wurde unehelich geboren und der Vater war unbekannt. Die Beziehung ging auch kurze Zeit später in die Brüche.

Meine Freundin ist bis heute ledig, das Kind hat einen unbekannten Vater, das alleinige Sorgerecht hat meine Freundin.
Sie hat bisher noch nie Unterhaltszahlungen für das Kind bekommen und auch der mittlerweile geschiedene Mann hat sich nach sehr kurzer Zeit nicht mehr um das Kind gekümmert.

Jetzt - nach 8 Jahren - nachdem meine Freundin einen neuen Lebensgefährten hat, der nach dem Tod seiner Frau mit zwei Kindern nun mit ihr und ihrer Tochter eine gute und für alle sehr schöne familäre Bindung hat, nimmt der "potentielle" Vater wieder Kontakt mit meiner Freundin auf.

Dieser Mann beschimpft sie telefonisch (natürlich ohne Zeugen) und lauert ihr und dem Kind auf.

Er verlangt einen Vaterschaftstest und den Umgang mit dem Kind, das keinerlei Erinnerung an ihn hat und ihn als völlig fremd ansieht. Für das Kind ist eine wirlich positive "Vaterfigur" der neue Lebenspartner meiner Freundin und seine Kinder sehen sich mehr "geschwisterlich" als befreundet.

Dieser potentielle Vater hat sich jedoch nie gekümmert und nie gezahlt.

Wir befürchten alle große Entwicklungsstörungen für das Kind (8 Jahre), wenn man es jetzt aus dieser "heilen" Welt herausreißt, zumal der Mann 400 km weit entfernt wohnt und das Kind ohne Mutter für längere Zeit zu sich zu nehmen versucht. Auch haben wir Angst vor einer "Entführung", da dieser Mann sich gerne längere Zeit im Ausland aufhält.

Welche Möglichkeiten hat er gesetzlich?

Kann die Mutter zu einem Vaterschaftstest gezwungen werden?

Behält die Mutter auf jeden Fall das alleinige Sorgerecht?

Wie soll sie sich verhalten?

Für Ihre Antwort herzlichen Dank im voraus.





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Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und kann Ihnen diesbezüglich folgendes mitteilen:

Der Erzeuger hat grundsätzlich die Möglichkeit, Klage auf Feststellung der Vaterschaft zu erheben, wenn keine anderweitige Vaterschaft besteht.
Eine Anerkennung der Vaterschaft bedarf hingegen der Zustimmung der Kindsmutter.

Ihre Freundin behält das alleinige Sorgerecht so lange, bis beide Elternteile eine sog. Sorgerechtserklärung abgeben oder heiraten. Wenn Ihre Freundin das nicht möchte, behält sie das alleinige Sorgerecht.

Eine Empfehlung bezüglich des weiteren Vorgehens ist sehr schwierg auszusprechen. Am besten wartet Ihre Freundin erst einmal ab, ob der Erzeuger wirklich so weit geht. Wenn es dann wirklich zu einer Klage kommen sollte, muss sie dringend einen Anwalt aufsuchen, der dem Gericht die Gefährdung des Kindwohles dartun wird.

Ich hoffe, dass ich Ihnen im Rahmen der Erstberatung auf Grund Ihrer Angaben eine erste rechtliche Orientierung geben konnte.

Ihrer Freundin, deren Familie und Ihnen wünsche ich alles Gute für die Zukunft.

Mit freundlichen Grüßen

Christine Gerlach
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 02.06.2006 | 14:11

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Es ergeben sich jedoch noch folgende Fragen:

Wenn der Erzeuger Klage erheben kann, um die Vaterschaft festzustellen, kann dann die Mutter gerichtlich gezwungen werden, diese Vaterschaft anzuerkennen?


Könnte der jetzige Lebensgefährte eine Vaterschaft (obwohl er nicht der Erzeuger ist) anerkennen?


Kann man diese Klage zur Feststellung nicht verhindern? Immerhin wird das Kind doch bei einem solchem Verfahren miteinbezogen - und wie erkläre ich das einem sehr sensiblen Kind? Wie muss ich mir einen solchen Test vorstellen?


Grundsätzlich muss wohl zwischen Vaterschaftsfeststellung und Anerkennung unterschieden werden. Mir ist nur nicht ganz klar, welche Auswirkungen eine Vaterschaftsfeststellung hat und welche Rechte /Pflichten der Erzeuger damit erwirbt.

Kann ein bestehendes Sorgerecht geändert werden, kann eine solche Änderung gerichtlich erzwungen werden?


Nochmals ganz, ganz herzlichen Dank für Ihre Antwort!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.06.2006 | 14:23

Sehr geehrte Fragestellerin,

bitte beachten Sie, dass die nachfragefunktion nicht dazu gedacht ist, neue Fragen zu stellen.

Die Anerkennung durch die Mutter kann nicht gerichtlich erzwungen werden. Wie Sie schon richtig gesehen haben, liegt ein gewaltiger Unterschied zwischen Anerkennung und Vaterschaftsfeststellung vorliegt.

Eine Anerkennung durch eine dritte männliche Person ohne Zusammenhang mit Erzeugung des Kindes ist nicht möglich.

Wie bereits erklärt, bleibt das Sorgerecht bei der Mutter des unehelichen Kindes.

Mit freundlichen Grüßen

Christine Gerlach
Rechtsanwältin

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