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Vaterschaftsanerkennung durch Samenspender


| 03.06.2007 21:54 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Fall:
Eine ledige Frau bekommt von einem bekannten Samenspender ein Kind. Der Samenspender ist als Vater des Kindes offiziell unbekannt (keine Eintragung in Geburtsurkunde oder Sorgerechtserkl.).
1. Hat der Vater des Kindes das Recht, seine Vaterschaft anerkennen zu lassen ohne den Willen der Mutter?
2. Ist der Vater dem Kind gegenüber erbberechtigt?
3. Ist der Vater des Kindes der Mutter gegenüber erbberechtigt?

Vielen Dank für die Beantwortung der Frage.
03.06.2007 | 22:50

Antwort

von


106 Bewertungen
Großfriedrichsburger Straße 13
81827 München
Tel: 089 4306522
Web: www.Gabriele-Koch.de
E-Mail:
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich anhand des geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Auch ein Samenspender kann grundsätzlich Klage auf Feststellung der Vaterschaft erheben, notfalls auch gegen den Willen der Mutter. Wird die Vaterschaft gem. § 1600d BGB gerichtlich festgestellt, so handelt es sich hierbei um ein sogenanntes Stausurteil, das heißt, es treten automatisch alle Rechtsfolgen ein, die mit einer Vaterschaft verbunden sind, u.a. also auch ein gegenseitiges Erbrecht zwischen Vater und Kind, nicht jedoch gegenüber der Mutter, denn mit dieser besteht kein Verwandtschaftsverhältnis.

Eine solche Klage wird jedoch nur dann Aussichten auf Erfolg haben, wenn der Samenspender ausreichend darlegen kann, warum er der Ansicht ist, er wäre der Vater. Bei künstlicher Befruchtung ist in der Regel die Durchführung derselben nachzuweisen.

Ich hoffe, Ihnen damit eine Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Koch
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 04.06.2007 | 21:17

Ihre Antwort hat Klarheit gebracht, vielen Dank.
Eine Nachfrage noch:
Sollte der Fall eintreten, daß der Vater sein Kind beerben könnte: welche Maßnahmen gibt es, um den Erbteil des Vaters im Vorfeld zu minimieren.
Trotzdem dies eine erbrechtliche Frage ist, hoffe ich auf eine Antwort Ihrerseits.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.06.2007 | 23:09

Sehr geehrter Fragesteller,

wer das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, ist gem § 2229 BGB nicht testierfähig und er kann auch keinen Erbvertrag abschließen. Die üblichen Möglichkeiten, wie Enterbung oder ggf. auch Pflichtteilsentzug gem. § 2334, 2333 BGB werden hier also vermutlich am Alter des Kindes scheitern.

Falls das Kind nicht selbst vermögend ist, sondern der von Ihnen angenommene Fall nur dann eintritt, wenn zuerst die Mutter und dann das Kind verstirbt, könnte eine testamentarische Regelung seitens der Mutter helfen, z.B. durch Anordnung einer Vor- und Nacherbschaft. Hierzu sollten Sie sich aber in jedem Fall von einem Anwalt beraten lassen, der auf Erbrecht spezialisiert ist, insbesondere auch, weil für die Beantwortung erheblich mehr Informationen benötigt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Koch
Rechtsanwältin

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