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Vaterschaftsanerkennung bei Erwachsenem


24.06.2007 14:44 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Guten Tag,

ich kenne meinen Vater, jedoch steht in der Geburtsurkunde an dieser Stelle "unbekannt". Zu dem Verhältnis meiner Mutter und ihm: Er ist seit 40 Jahren verheiratet, sie nicht. Ich diskutiere seit Jahren mit ihm über eine Vaterschaftsanerkennung, die er aber kategorisch ablehnt. Seine Begründung ist immer das Geld. Ich bin nun 26, mit Ausbildung fertig und arbeite. Ich nehme daher an, er ist zu keinerlei Unterhaltspflicht oder anderen Zahlungen gezwungen (er hat noch nie etwas für mich gezahlt). Kann ich ihn gerichtlich zu einer Vaterschaftsanerkennung zwingen, wenn er sich weiterhin weigert? Wie sind dort die Erfolgsaussichten? Meine Mutter würde die Vaterschaft auch bestätigen.

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe!

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Sehr geehrte Ratsuchende,


in der Tat wird Ihr leiblicher Vater nicht mehr befürchten müssen, von Ihnen wegen Unterhalt in Anspruch genommen zu werden, da Sie längst volljährig sind und Ihre Berufsausbildung abgeschlossen haben und somit in der Regel keine Anspruchsgrundlage erfüllt ist. Dies ergibt sich aus den §§ 1602 Abs. 1, 1610 Abs. 1, Abs. 2 BGB.
Möglicherweise lässt sich Ihr Vater mit diesem Argument doch noch überzeugen, seine Vaterschaft anzuerkennen, zumal ansonsten weitere Kosten auf ihn zukommen können.

Da Ihre Mutter nie verheiratet war und bislang keine Anerkennung der Vaterschaft vorliegt, bleibt nach der Regelung des § 1592 BGB nur der Weg über eine gerichtliche Vaterschaftsfeststellungsklage gegen den vermutlichen Vater, hier nach § 1600d BGB.

In diesem Verfahren wird das Familiengericht, wenn nicht die Vaterschaftsvermutung eingreift, die Einholung eines Vaterschaftsgutachtens anhand einer DNA-Analyse anordnen, von dem der Erfolg der Klage ausschlaggebend ist. Dem kann sich Ihr Vater nicht entziehen.


Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend geklärt zu haben. Andernfalls können Sie gerne eine Rückfrage stellen.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 24.06.2007 | 18:59

Sehr geehrter Herr Geyer,

vielen Dank für Ihre klaren Worte.

Eine Frage hätte ich noch: Sie schreiben "... seine Vaterschaft anzuerkennen, zumal ansonsten weitere Kosten auf ihn zukommen können." Heißt das, er muss so etwas wie die Verfahrenskosten und/oder das DNA-Gutachten zahlen? Oder ist hier sein Anwalt gemeint?

Vielen Dank und beste Grüße...

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.06.2007 | 08:23

Sehr geehrte Ratsuchende,

wenn Sie Feststellungsklage erheben, müssen Sie die Gerichtskosten und, sobald eine DNA-Analyse angeordnet wird, auch die Gutachterkosten zunächst vorschießen. Gegebenenfalls können Sie bei geringfügigem Einkommen Prozesskostenhilfe beantragen. Ihr Vater wird zunächst die eigenen Anwaltskosten vorschießen müssen, wenn er einen Anwalt als Prozessbevollmächtigten einschaltet.

Im Falle einer für Sie positiven Gerichtsentscheidung sind dem Vater die Kosten des Verfahrens jedoch insgesamt aufzuerlegen. Dies ergibt sich hier aus der Vorschrift des § 91 Abs. 1 ZPO.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

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