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Vaterschaftsanerkennung - aber wie?

16.10.2018 13:43 |
Preis: 53,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


17:42

Zusammenfassung: Die Vaterschaft des Exmannes kann im Rahmen einer Anerkennung der Vaterschaft nach § 1594 BGB geändert werden. Hierzu bedarf es der notariellen Form. Der (gesetzliche) Vater muss aber zustimmen.

Sehr geehrte Damen und Herren, vor einigen Monaten erfuhr ich mehr oder weniger zufällig, dass ich Vater eines mittlerweile 7-jährigen Sohnes bin. Dieser entstammt einer Beziehung zu einer Ukrainerin. Leider hatten seine Mutter und ich uns nach einem Urlaub in der Ukraine aus den Augen verloren.
Mein Sohn und seine Mutter haben also die ukrainische Staatsbürgerschaft.
Zur Zeit befinden sich beide aufgrund der Visafreiheit für Kurzbesuche in Deutschland.
Ich gedenke jedoch endlich "Nägel mit Köpfen" zu machen und meinem Sohn schnellstmöglich die deutsche Staatsbürgerschaft zukommen zu lassen, damit dieser in absehbarer Zeit auch eine deutsche Schule besuchen und seinen Lebensmittelpunkt in Deutschland haben kann.
Dazu bietet sich hier, wie meine Recherche ergab, die notarielle Vaterschaftsanerkennung an.
Nur, wie läuft diese konkret ab?
Ich könnte mir vorstellen, dass der Notar aufgrund der Tatsache, dass in der ukrainischen Geburtsurkunde meines Sohnes von Amts wegen der damalige Ehemann meiner Freundin (mittlerweile geschieden) als Vater eingetragen wurde, die Beurkundung ablehnen könnte, obwohl ich ja "im Recht" bin.
Daher meine Frage, was ich tun kann, damit mein Sohn mit Ablauf seiner visafreien 90 Tage Aufenthaltsdauer Deutschland nicht wieder verlassen muss, bzw. welche weiteren Möglichkeiten es ggf. gibt.
Vielen Dank vorab.
16.10.2018 | 14:42

Antwort

von


(14)
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10407 Berlin
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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen gerne auf Grundlage der angegebenen Informationen im Rahmen einer Erstberatung verbindlich wie folgt beantworten möchte.

Rechtsgrundlage ist § 1592 BGB:

"Vater eines Kindes ist der Mann,
1. der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet ist,
2. der die Vaterschaft anerkannt hat oder
3. dessen Vaterschaft nach § 1600 d oder § 640 h Abs. 2 der Zivilprozessordnung gerichtlich festgestellt ist.
E
Es ist also tatsächlich der Exmannes grundsätzlich der Vater Ihres Kindes rechtlich gesehen.

Die Vaterschaft kann aber angefochten werden. Das Recht zur Anfechtung der Vaterschaft hat nach § 1600 BGB der Exmann und die Mutter.

Allerdings ist die Anfechtung nicht ohne weiteres zulässig.

Wer die Anfechtungsklage erhebt, muss anhand konkreter Tatsachen darlegen können, weshalb er der Auffassung ist, dass die bestehende Vaterschaft nicht der biologischen Wahrheit entspricht.

Bitte beachten Sie, dass es hierzu eine zweijährige Frist gibt. Die Frist beginnt ab dem Zeitpunkt, zu dem man von den Umständen erfährt, die einen an der Vaterschaft zweifeln lassen.

Es gibt noch eine zweite Möglichkeit: Die Vaterschaft des Exmannes kann im Rahmen einer Anerkennung der Vaterschaft nach § 1594 BGB geändert werden. Hierzu bedarf es der notariellen Form. Der (gesetzliche) Vater muss aber zustimmen.

Es müsste also der Ehemann zustimmen. Dann können Sie zum Notar gehen und die Vaterschaftsanerkennung ändern lassen. Sie sollten dann aber auch sich das Sorgerecht teilen, dass muss auch beurkundet werden.

Sodann können Sie zur Ausländerbehörde und eine Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke der Familienzusammenführung beantragen.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer kostenlosen Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann auch unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc.

Meine Emailadresse finden Sie, wenn Sie auf mein Profilfoto klicken.

Bitte beachten Sie, dass die Ergänzung oder Änderung des Sachverhalts zu einer vollkommen anderen rechtlichen Beurteilung führen kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen


Jan Bergmann
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 18.10.2018 | 08:25

Sehr geehrter Herr Bergmann,

vielen Dank für Ihre schnelle und hilfreiche Antwort.
Eine Rückfrage habe ich jedoch bezüglich der "Verzichtserklärung" des Exmannes.
Erfordert diese eine spezielle Form bzw. welche Bestandteile muss diese beinhalten?
Ich gehe davon aus, dass diese in der Ukraine auch von einem Notar beurkundet werden muss und anschließend in beglaubigter Übersetzung zu meinem Notartermin beigebracht werden muss.
Ist meine Annahme korrekt?

Auf Ihr Angebot einer Mandatsübernahme komme ich ggf. gern zurück.
Vorab bereits vielen Dank und beste Grüße.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.10.2018 | 17:42

Ja Ihre Annahme ist korrekt.

ANTWORT VON

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