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Vaterschaft wird von KM & LG verleugnet


01.05.2007 11:53 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Schweizer



Meine ehemalige Lebensgefährtin und ich haben eine uneheliche Tochter welche nun ein Jahr alt ist.

Bereits während des Schwangerschaft hat meine ehemalige LG ihren jetzigen Lebensgefährten kennen gelernt und jeglichen Kontakt versucht zu mir zu unterbinden.

Weiterhin hat sie gelogen und mir Dinge unterstellt welche nicht den Tatsachen entsprochen haben und was auch bei Gericht (Umgangsklage) heraus gekommen ist.

Meine ehemalige LG und ihr neuer Freund haben sich eingeredet dass ich nicht der Vater bin und leben nun ihren Traum ohne an das Wohl meiner Tochter zu denken.

Überall gibt er sich als der Vater aus und ich muss derem Treiben tatenlos zusehen. Auch die Familien mischen kräftig mit.

Ich möchte nicht dass meine Tochter von Anfang an als Erstes lernt in Lügen auszuwachsen und man hier auch ihre Rechte untergräbt.

Das was sich meine Ex bisher geleistet hat ist der Hammer dennoch unternimmt niemand etwas.

Das Jugendamt sagte mir dass meine Tochter einen Vater hätte aber weshalb versucht es dass JA nicht zum Wohle meines Kindes, es der Mutter beizubringen?

Was kann ich tun damit das Treiben endlich ein Ende hat und alle Beteiligten ihre richtige Rolle einnehmen?

Danke.

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Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben und Einsatzes beantworten möchte:

Als Vater eines unehelichen Kindes gilt der Mann, der die Vaterschaft anerkannt hat oder dessen Vaterschaft in einem Vaterschaftfeststellungsverfahren gerichtlich festgestellt worden ist (§ 1592 Nr. 2 und 3 BGB).

Die Vaterschaftsanerkennung, die z. B. gegenüber dem Jugendamt erklärt werden kann, hat die rechtliche Wirkung, dass damit für und gegen jedermann die Vaterschaft des Anerkennenden festgestellt wird.
Diese Feststellung gilt dann auch gegenüber einem Dritten, der die Vaterschaft für sich in Anspruch nimmt. Er kann seine eigene Vaterschaft nicht anerkennen (§ 1594 Abs. 2 BGB), indem er sich z. B. als Vater des Kindes ausgibt.
Das Verhalten des neuen Freundes brauchen Sie deshalb nicht hinzunehmen und schon gar nicht tatenlos zusehen.

Sie sollten deshalb dem bisherigen Treiben ein schnelles Ende setzen, indem Sie zunächst die Vaterschaft gegenüber dem Jugendamt anerkennen, sofern dies nicht schon geschehen ist.

Ferner sollten Sie Ihr gesetzliches Umgangsrecht geltend machen, denn auch nichteheliche Väter haben ein Umgangsrecht mit ihrem Kind. Das Umgangsrecht ist identisch zu den Regelungen des Umgangsrechts zwischen ehelichen Kindern und einem Elternteil. Nach § 1684 Abs. 1 BGB hat das Kind das Recht auf Umgang mit jedem Elternteil; jeder Elternteil ist zum Umgang mit dem Kind verpflichtet und berechtigt.

Können sich die Eltern des Kindes nicht über das Umgangsrecht verständigen, sollte das Jugendamt Ihr erster Ansprechpartner sein. Die Jugendämter haben den gesetzlichen Auftrag, in Umgangstreitigkeiten zu vermitteln.

Scheitert die Vermittlung durch das Jugendamt, sollten Sie einen auf das Familienrecht spezialisierten Rechtsanwalt aufsuchen und nicht davor zurückschrecken, das Umgangsrecht gerichtlich durchzusetzen.

Manchmal, in besonders eilbedürftigen Fällen, macht es jedoch Sinn, direkt den Anwalt aufzusuchen und ein gerichtliches Eilverfahren einzuleiten. Dieses gilt insbesondere bei jüngeren Kindern: Hier ist die Gefahr, dass diese den anderen Elternteil relativ schnell vergessen, besonders hoch.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte und weise bei Unklarheiten auf die kostenlose Nachfragefunktion hin.
Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit besten Grüßen
RA, Dipl.-Fw. Schweizer

E-Mail: reinhard.schweizer@gmx.net

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, sodass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.


Nachfrage vom Fragesteller 01.05.2007 | 13:41

Sehr geehrter Herr Dr. Schweizer,

besten Dank für Ihre Antwort welche jedoch nicht direkt eine Antwort auf meine zukünftigen Möglichkeiten ist.

Die Vaterschaftsfeststellungsklage habe ich eingereicht nachdem meine Tochter 3 Monate alt war und meine ehemalige LG das Ganze aussitzen wollte und ich meine Tochter bis dahin nicht gesehen habe. Meine Ex gab bei der Geburt an "Vater unbekannt".

Weiterhin habe ich dann Ende letzen Jahres eine Umgangsklage eingereicht somit sehe ich meine Tochter zur Zeit noch einmal wöchentlich. Meiner Ex wurde bei dieser Verhandlung das Zwangsgeld angedroht.

So weit so gut:
Jedoch ist es nun so dass ich zwar auf dem Papier Vater bin der andere Elternteil jedoch alles unternimmt, den neuen LG zum Vater meiner Tochter machen zu wollen. Ich kann mit denen nicht reden da nur ausgewichen und ignoriert wird. Dass JA beobachtet das Treiben, greift jedoch nicht ein und rät mir auf Zeit zu spielen.

Genau dies Verhalten möchte ich für die Zukunft unterbinden und frage daher was ich denn für Möglichkeiten habe.

Besten Dank im Voraus.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.05.2007 | 13:56

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Klarstellungen.

Wie ich bereits ausgeführt habe, ist es rechtlich nicht mglich, den neuen LG zum Vater Ihrer Tochter machen zu wollen (§ 1594 Abs. 2 BGB).

Sie sollten das Jugendamt vielleicht nochmals auf diese rechtliche Situation hinweisen, denn es besteht kein Grund, "auf Zeit zu spielen".

Sollte dies nicht helfen, könnte eine entsprechende Unterlassungsklage möglicherweise zum Ziel führen.

Mit besten Grüßen
RA, Dipl.-Fw. Schweizer

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