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Vaterschaft nach 'One-Night-Stand'

| 28.06.2010 11:02 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin


sehr geehrte Damen und Herren,
im August 07 hatte ich einen One-Night Stand, jetzt 2 Jahre nach der Geburt des Kindes!!! bekomm ich Post vom Jugendamt mit der Aufforderung die Vaterschaft für das im Mai 08 geborene Kind anzuerkennen bzw. diese unter Angabe von Gründen abzulehnen. Vom Zeitraum her könnte ich ja als potentieller Vater in Frage kommen, was mich jedoch stutzig macht ist die Tatsache, dass das Kind nicht den Namen der Mutter trägt. Wie funktioniert das? Hat da eventuell ein anderer die Vaterschaft bereits anerkannt? Wenn ja wieso soll ich da jetzt plötzlich der Vater sein?? Da ich mir nicht so recht sicher bin, will ich die Vaterschaft in jedem Fall vorerst ablehnen, wie geht es danach weiter? Kann ich gerichtlich dazu gezwungen werden dies doch anzuerkennen bzw. kann ich zu einem Vaterschaftstest gezwungen werden und wer trägt für dieses Verfahren die Kosten, ich ?? Ich bin selbstständig, und zahle zur Zeit für meine Tochter 300 € monatlich Unterhalt laut Festsetzung des Jungendamtes (mehr läßt meine finanzielle Lage zur Zeit nicht zu, laut Berechnung Jugendamt) kann es mir jetzt eventuell passieren dass ich für das vermutlich zweite Kind zusätzlich zu den 300 € für das erste Kind zahlen muss?? und wie sieht es mit Unterhalt für die Mutter aus, bin ich dazu verpflichtet obwohl ich keine Beziehung mit ihr führe und geführt habe?? Ich plane mit meiner jetzigen Lebensgefährtin ebenfalls eine Familie, würde das dann vermutlich dritte Kind ebenfalls in die Unterhaltsberechnung mit einfließen? Kann es mir jetzt passieren dass ich rückwirkend für dieses Kind die 2 Jahre nachzahlen muss falls ich der Vater bin??

Vielen Dank für Ihre Beantwortung . . .

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in)

die von Ihnen gestellten Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie Ihres Einsatzes wie folgt:


Was mich jedoch stutzig macht ist die Tatsache, dass das Kind nicht den Namen der Mutter trägt. Wie funktioniert das? Hat da eventuell ein anderer die Vaterschaft bereits anerkannt? Wenn ja wieso soll ich da jetzt plötzlich der Vater sein??

Wenn die Frau zur Zeit der Geburt des Kindes verheiratet war, ist der andere Mann der gesetzliche Vater des Kindes.

Ansonsten sollten Sie mal bei der Frau nachfragen, warum das Kind, welches Ihres sein soll, einen anderen Namen als die Mutter trägt.

Hier kann es ja aber auch sein, dass die Frau nach der Geburt einen anderen Mann geehelicht hat. Man weiß ja nie.


Da ich mir nicht so recht sicher bin, will ich die Vaterschaft in jedem Fall vorerst ablehnen, wie geht es danach weiter?

Sie sollten das Formular vom Jugendamt ausfüllen und die Gründe nennen, warum Sie nicht der Vater sind.


Kann ich gerichtlich dazu gezwungen werden dies doch anzuerkennen bzw. kann ich zu einem Vaterschaftstest gezwungen werden und wer trägt für dieses Verfahren die Kosten, ich ??

Dem Jugendamt geht es darum, einen „Schuldigen" zu suchen, bei dem Sie den Unterhalt den sie für das Kind vorstrecken, zurückholen können. Die Frau wird sicher alle als Väter in Betracht kommenden Männer angegeben haben und das Jugendamt klappert alle ab, um den zahlungswilligen Vater zu finden.

Notfalls – soweit sich der Verdacht erhärtet – kann man Sie auch gerichtlich zur Feststellung veranlassen.


Ich bin selbstständig, und zahle zur Zeit für meine Tochter 300 € monatlich Unterhalt laut Festsetzung des Jungendamtes (mehr läßt meine finanzielle Lage zur Zeit nicht zu, laut Berechnung Jugendamt) kann es mir jetzt eventuell passieren dass ich für das vermutlich zweite Kind zusätzlich zu den 300 € für das erste Kind zahlen muss??

Wenn es dazu käme, dass man Ihre Vaterschaft nachweist, bestünde auch die Unterhaltsverpflichtung für das zweite Kind. Sie müssten dann aber nur zahlen, wenn Sie leistungsfähig sind.

Insoweit würde dann weiterhin das Jugendamt zahlen und sich anteilig Geld von Ihnen zurückholen.


und wie sieht es mit Unterhalt für die Mutter aus, bin ich dazu verpflichtet obwohl ich keine Beziehung mit ihr führe und geführt habe??

Wenn man nicht verheiratet war, hat die Mutter, wenn sie nicht arbeiten geht, während der ersten 3 Lebensjahre des Kindes einen Anspruch auf Betreuungsunterhalt gegen den Vater des Kindes. Das könnte also im schlimmsten Fall auch noch kommen. Da Sie aber offensichtlich nicht leistungsfähig sind, müssten Sie auch nicht zahlen.


Ich plane mit meiner jetzigen Lebensgefährtin ebenfalls eine Familie, würde das dann vermutlich dritte Kind ebenfalls in die Unterhaltsberechnung mit einfließen?

Ja, auch das 3. Kind würde dann in die Berechnung einfließen.


Kann es mir jetzt passieren dass ich rückwirkend für dieses Kind die 2 Jahre nachzahlen muss falls ich der Vater bin??

Nein, aber das Jugendamt könnte versuchen, den gezahlten Unterhalt einzufordern.

Nachfrage vom Fragesteller 28.06.2010 | 12:44

Vielen Dank für die schnelle Beantwortung.

Eine Frage hätte ich noch bezüglich der Nachforderung des Unterhaltes für die 2 Jahre. Sie sagen "nein - ich muss nicht nachzahlen, aber das Jugendamt kann dies versuchen von mir zu verlangen" verstehe ich es richtig, dass ich rechtlich gesehen nicht nachzahlen müsste auch wenn ich der Vater bin und das Jugendamt es verlangen würde von mir ?? D. h. wenn dann muss ich zahlen ab dem Tag der Feststellung der Vaterschaft ??

Und habe ich richtig verstanden, dass in dem Falle wenn ich 3 Kinder hätte und mein Einkommen sich nicht verändert, die jetzt für 1 Kind gezahlten 300 Euro auf die 3 Kinder verteilt werden ??

und bedeudet "gerichtlich zur Feststellung veranlassen" ein Vaterschaftstest?? Wer trägt die Kosten?

MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.06.2010 | 13:11

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Eine Frage hätte ich noch bezüglich der Nachforderung des Unterhaltes für die 2 Jahre. Sie sagen "nein - ich muss nicht nachzahlen, aber das Jugendamt kann dies versuchen von mir zu verlangen" verstehe ich es richtig, dass ich rechtlich gesehen nicht nachzahlen müsste auch wenn ich der Vater bin und das Jugendamt es verlangen würde von mir ?? D. h. wenn dann muss ich zahlen ab dem Tag der Feststellung der Vaterschaft ??

Wenn Sie der Vater sind, wenn das also feststeht, kann das Jugendamt den ausgelegten Unterhalt bei Ihnen Regress fordern. Allerdings können Sie dem auch widersprechen, da Sie ja dann nichts von der Vaterschaft wussten.

Im Ergebnis wäre also erst ab Feststellung zu zahlen.

Und habe ich richtig verstanden, dass in dem Falle wenn ich 3 Kinder hätte und mein Einkommen sich nicht verändert, die jetzt für 1 Kind gezahlten 300 Euro auf die 3 Kinder verteilt werden ??

Nein, es besteht dann trotzdem der Anspruch für jedes Kind. Aber Sie können ja nicht für alle zahlen, sondern dann nur das, was möglich ist.

und bedeudet "gerichtlich zur Feststellung veranlassen" ein Vaterschaftstest?? Wer trägt die Kosten?

Man kann Sie zwingen, notfalls kann das Gericht Sie dazu verurteilen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Steffan Schwerin
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 28.06.2010 | 13:54

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 28.06.2010 5/5,0
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