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Vaterschaft nach Affäre durch Jugendamt prüfen lassen?

16.06.2011 11:29 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Mein Mann hatte im letztem Jahre eine Afäre über ca. 8 Wochen. Diese wurde im Dezember beendet und wir sind wieder zusammen. Es kam wie es kommen mußte, sie ist schwanger. Es kommt von der Zeit zwar kanpp, aber es kommt hin. Er hat ihr von Anfang an gesagt, dass er kein Kind mehr möchte, wir haben ein 5 jähriges Kind. Sie bekommt im August das Baby. Wir gehen davon aus, dass er der Vater ist, möchten aber trotzdem einen Vaterschaftstest machen. Wie ist jetzt der ganze Ablauf? Wird er vom Jugenamt angeschrieben und was müssen wir dann unternehmen, muss er auch für die andere Unterhalt zahlen oder nur für das Kind. Ist das Kind genauso erbberechtigt wie unser Kind? Habe ich ein Verwandschaftsverhältnis zu dem Kind?

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihr Mann sollte zunächst in der Tat die Vaterschaft feststellen lassen, damit auch jeder Zweifel ausgeräumt werden kann.

Diese Feststellung sollte, wenn möglich im Einvernehmen mit der Kindesmutter erfolgen. Ist dieses nicht möglich, kann Ihr Mann dieses gerichtlich durchsetzen.

Es wird an Ihren Mann herangetreten werden, die Vaterschaft anzuerkennen. In der Regel erfolgt dieses über das Jugendamt, wenn sich die Kindesmutter an dieses wendet. Zwingend erforderlich ist dieses aber nicht; erfolgt aber in der überwiegenden Zahl der Fälle.

Ihr Mann sollt, wenn er zunächst die Vaterschaft auch tatsächlich festgestellt haben möchte - wozu auch zu raten ist- dieses Anerkenntnis nicht abegeben, sondern zunächst auf Feststellung bestehen. Grundsätzlich ist dieses ein einfacher Ablauf, wenn die Kindesmutter dieses unterstützt.

Ist die Vaterschaft festgestellt, wird Ihr Mann, gemessen an seinen Einkommensverhältnissen - auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass ein weiteres minderjähriges Kind vorhanden ist, Unterhalt für das Kind zahlen müssen. Die Unterhaltsberechnung, die durch das Jugendamt oder durch einen Anwalt der Kindesmutter erfolgen kann, sollte Ihr Mann ebenfalls anwaltlich prüfen lassen

Darüberhinaus besteht dem Grunde nach auch eine Unterhaltspflicht der Kindesmutter gegenüber, was sich aus § 1615 l BGB ergibt. Hier wird abzuwarten sein, ob die Kindesmutter ihren Anpruch geltend machen wird. Wenn dieses der Fall sein sollte, rate ich, anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Unterhaltsbrechnung ist unbedingt anwaltlich zu prüfen, da hier die Konstellation besteht, dass Ihr Mann neben den beiden Kindern auch dem Grunde nach Ihnen und der Kindesmutter gegenüber unterhaltspflichtig ist.

Das Kind ist als Abkömmling Ihres Mannes erbberechtigt wie ihr gemeinsames Kind. Das folgt aus § 1924 BGB. Beide Kinder sind gleichgestellt.

Zu Ihnen besteht kein Verwandschaftsverhältnis.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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