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Vaterschaft gerichtlich festgestellt


18.03.2018 07:08 |
Preis: 50,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Erbrechtliche Ansprüche vejähren in 30 Jahren (§ 199 Abs. 3 BGB).


Mein Vater ist vor 5 Jahren verstorben. Er war ein uneheliches Kind und seiner Meinung nach nicht anerkannt von der Familie meines Opas.Mein Opa fiel 1945 im Krieg und war Sohn eine großen Bauern, er sollte den Hof übernehmen. Ich habe mit der Schwester meines Opas Kontakt, die mir dies alles bestätigte. Ich habe im März 2017 eine Geburtsurkunde angefordert.In dieser wurde die Vaterschaft meines Vater durch ein Urteil des Landgerichts festgestellt und 1978 nachgetragen. Da mein Vater nie mehr eine Geburtsurkunde benötigte, wusste er dies leider auch nicht. Den großen Bauernhof gibt es noch, natürlich auch Cousins meines Vaters. Mein Vater hat sehr darunter gelitten dass er nicht anerkannt wurde und hat sein Leben selbst gemeistert. Meine Frage ist, kann man das nicht bekommene Erbe noch einklagen?
18.03.2018 | 08:23

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Erbrechtliche Ansprüche nach Ihrem vor 5 Jahren verstorbenen Vater können Sie unprpblematisch geltend machen.

Damit wären erbrechtliche Ansprüche Ihres 1945 verstorbenen Vaters gegen Ihren Großvater nur dann auf Sie übergegangen, wenn Ihr Vater Erbe Ihres Großvaters geworden wäre.

2.
Zwar sind seit 29.5.2009 auch vor 1949 geborene nichteheliche Kinder nach ihem nichtehelichen Vater ehelichen Kindern völig gleichgestellt (§ 1924 BGB ).

Vorraussetzung ist, dass die Vaterschaft des nichehelichen Vaters förmlich festgestellt wurde.

Ihre Angaben hierzu sind etwas mißverständlich. Nicht die Vaterschaft Ihres Vaters, sondern die Vaterschaft Ihres Großvaters muss gerichtlich festgestellt worden sein..

3.
Unabhängig davon ergibt sich das Problem der Verjährung. Hierzu bestimmt § 199 Abs. 3 BGB :
"Ansprüche, die auf einem Erbfall beruhen oder Geltendmachung die Kenntnis einer Verfügung von Todes wegen vorraussetzen, verjähren ohne Rücksicht auf die Kenntnis oder grob fahrläsige Kenntnis in 30 Jahren von der Entstehung des Anspruchs an."

Ein Erbanspruch nach dem Tod des Großvaters ist mit dessen Tod 1945 entstanden. Wenn er nicht geltend gemacht wurde, ist daher Verjährung 1975 eingetreten.

Bei der Geltendmachung erbrechtlicher Ansprüche nach Ihem Großvater müssten Sie daher damit rechnen, dass die Erhebung Einrede der Verjährung erhoben wird (§ 214 BGB ). Verjährung begründet ein Leistungsverweigerungsrecht.Eine Klage würde deshalb als unbegründet abgewiesen werden und bietet keine hinreichende Erfolgsaussicht.

Ich bedauere, Ihnen keine für Sie positivere Nachricht geben zu können.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Reinhard Moosmann

Nachfrage vom Fragesteller 18.03.2018 | 08:48

Die Vaterschaft wurde 1943 durch rechtskräftiges Urteil der Landgerichts A. festgestellt, und 1978 in die Geburtsurkunde meines Vaters nachgetragen. Mein Großvater war im Krieg als vermisst gemeldet und wurde irgendwann für tot erklärt, wann dies der Fall weiß ich leider noch nicht. Könnte ich aber raus finden.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.03.2018 | 09:26

Sehr geehrte Fragestellerin,

eine Todeserklärung richtete sich nach § 9 Verschollnheitsgesetz.

Danach begründet die Todeserklärung die Vermutung, dass der Verschollene in dem im Beschluss angegebenen Zeitpunkt verstorben ist.

Bei Verschollenen ist das der Zeitpunkt, in dem der Verschollene als vermisst gemeldet worden ist.

Ich fürchte, dass das schon länger als 30 Jahre her ist.

Mit freundlichen Grüßen


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