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Vaterschaft / Unterhalt Ausland


20.03.2006 09:04 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Kurz nach meiner Rückkehr aus einem längeren Auslandsaufenthalt in Afrika (Burundi) teilte mir meine dort lebende Ex-Partnerin (burund. Staatsbürgerschaft, nicht mit mir verheiratet) mit, von mir schwanger zu sein. Mittlerweile ist das Kind auf die Welt gekommen; es ist zwar nicht bewiesen, aber wahrscheinlich, das es von mir ist. Ich habe der Mutter zwar zugesagt, das Kind finanziell zu unterstützen, was ich auch tue. Allerdings will sie nun meinen Namen in die Geburtsurkunde eintragen und für das Kind auch die deutsche Staatsbürgerschaft beantragen. In diesem Zusammenhang würde ich gerne wissen,
a) welche Auswirkungen dies auf meine Unterhaltsverpflichtungen gegenüber dem Kind hätte, sowie
b) ob dies bedeuten würde, dass das Kind (oder gar die Mutter) einen Anspruch darauf hätte, bei mir in Dtl. zu wohnen.

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Sehr geehrter Ratsuchender,



Ihre Fragen möchte ich wie folgt beantworten:



1.)
Solange das Kind nicht in Deutschland, sondern weiterhin in Burundi lebt, gilt das dortige Familienrecht auch hinsichtlich der Frage des Unterhaltes.

Dieses ergibt sich aus § 18 EGBGB, wonach das Recht des Staates anzuwenden ist, in dem der Unterhaltsberechtigte (Kind) seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.

Da Sie mit der Kindesmutter nicht verheiratet sind, kann das Kind nur dann die deutsche Staatbürgerschaft erhalten, wenn Sie nach deutschem Recht die Vaterschaft anerkennen würden.

Würde dieses geschehen, könnte das Kind die Staatsbürgerschaft beantragen und dann auch nach Deutschland ziehen mit der Folge, dass dann das deutsche Unterhaltsrecht gelten wird, da dann hier der gewöhnliche Aufenthalt wäre.

Daher sollten Sie mit der Anerkennung der Vaterschaft hier vorsichtig umgehen, solange diese nicht zweifelsfrei feststeht.



2.)
Nein; ein Anrecht des Kindes oder der Mutter, bei IHNEN zu wohnen, läßt sich daraus nicht ableiten.

Allerdings kann dann das Kind und ggfs. die Mutter nach Deutschland ziehen und dann nach deutschen Recht Unterhalt geltend machen.

Daraus folgt aber nicht, dass Sie nun Mutter und Kind bei sich aufnehmen müssen.




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thoma Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 20.03.2006 | 09:54

Vielen Dank für Ihre Nachricht. Gestatten Sie mir eine Nachfrage: Hat das Kind (bzw. die Mutter) die Möglichkeit, die Anerkennung der Vaterschaft von mir einzufordern bzw. ist dies in der Rechtspraxis aussichtsreich?

Danke vorab für die Klärung.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.03.2006 | 10:05

Sehr geehrter Ratsuchender,



es besteht natürlich die Möglichkeit, die Vaterschaft innerhalb der gesetzlichen Voraussetzungen mit gerichtlicher Hilfe prüfen zu lassen. Dieses ist dann dem Grunde nach auch aussichtsreicht hinsichtlich der Möglichkeit. Zum Ergebnis eines solchen Testes kann ich naturgemäss keine Einschätzung abgeben.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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