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Vaterschaft - Kann man die Vaterschaft trotz positiven Vaterschaftstest ablehnen?


03.05.2007 17:47 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Guten Tag,
hier unser Problem:
mein Freund hat einen Brief vom Jugendamt bekommen, indem er aufgefordert wird, die Vaterschaft für das Kind seine Ex-Freundin anzuerkennen.
Das Kind wurde aim März diesen Jahres geboren. Die Beziehung wurde im Januar 2006 beendet. Nach dieser Trennung gab es keinen Geschlechtsverkehr.
Mein Freund wurde über die Schwangerschaft informiert, hat diese aber nicht ernst genommen, da es ja keinen Verkehr gab und die Ex-Freundin auch schon bei früheren Gelegenheiten gelogen hat, um Aufmerksamkit zu bekommen.
Nach der Trennung hatte sie kurzzeitig eine Beziehung. Die Möglichkeit der Vaterschaft diesen Mannes wird von der Ex-Freundin aber abgelehnt.
Da es ja die Möglichkeit gibt, sich mit dem Sperma zu einem späteren Zeitpunkt selbst "zu befruchten", hier unsere Fragen:

Kann man die Vaterschaft aufgrund dieses Sachverhaltes beim Jugendamt zurückweisen?
Können wir einen Vaterschaftstest, bei dem anderen Mann einfordern?
Kann mein Freund zu einem Vaterschaftstest gezwungen werden?
Kann man die Vaterschaft trotz positiven Vaterschaftstest ablehnen?
Vielen Dank!

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Sehr geehrte Fragestellerin,

die Vaterschaftszuordnung für ein Kind, dessen Mutter zur Zeit der Geburt nicht verheiratet war, erfolgt entweder im Wege der Vaterschaftsanerkennung oder der gerichtlichen Vaterschaftsfeststellung.

Da Ihr Freund bestreitet der Vater des Kindes zu sein, sollte er natürlich auch die Vaterschaft nicht anerkennen.

Im gerichtlichen Verfahren ist Ihr Freund nach entsprechender Entscheidung des Gerichts verpflichtet eine Blutentnahme zu dulden. Diese kann sogar analog §§ 386 bis 390 ZPO zwangsweise durchgesetzt werden.

Sollte die Vaterschaft festgestellt werden kann Ihr Freund die Vaterschaft nicht "ablehnen". Diese wird dann vom Gericht festgestellt.

Sie selbst sind nicht antragsberechtigt, bei einem anderen Mann eine Überprüfungd er Vaterschaft zu erreichen.

Ich hoffe meine Antwort kann Ihnen zu einer ersten Orientierung dienen. Sie ersetzt nicht die persönliche Beratung durch einen Rechtsanwalt, weil bei Überprüfung des Sachverhaltes, insbesondere anhand der zu prüfenden Unterlagen sich Umstände ergeben, können die zu einer abweichenden Beurteilung führen.


Mit freundlichen Grüssen

Oliver Martin
Rechtsanwalt
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