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Vaterschaft Familienrecht Kuckuckskind

06.07.2015 11:48 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel


Zusammenfassung: Anordnung eines Vaterschaftstests bei "Kuckuckskindern"

Ich bin in eine Ehe reingeboren worden. Allerdings war mein rechtlicher Vater nicht mein biologischer Vater. Die Vaterschaft zum Vater aus der Ehe wurde nicht angefechtet. Allerdings hatte ich immer zu leiden , da der rechtliche Vater irgendwann davon wusste , dass ich ein Kukuck bin. Im Alter von circa 14 - 16 erfuhr ich die wahren Umstände. Die Vaterschaft wurde aber nicht offiziell angefechtet , um die familiäre Quasisituation nicht zu gefährden. Der rechtliche , eheliche " Stiefvater" ist nun verstorben. Der biologische Vater lebt noch.
Es gibt die 2 Jahres Frist. Die wurde - wie geschildert - verpasst , um das quasi-familiäre Leben nicht zu gefährden. Jetzt bindet mich ja nichts mehr an den ehelichen Vater, der er aus dem Leben geschieden ist. Welche Möglichkeiten habe ich juristisch an den biologischen Vater ranzukommen? Schließlich müssen Kinder , die jahrelang gelitten haben, auch Rechte haben.
Ich bitte um eine ausführliche Antwort mit meinen rechtlichen Möglichkeiten, falls es welche gibt.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst einmal haben Sie gegen Ihre Mutter einen Anspruch auf Auskunft über die Person des biologischen Vaters. Ihrer Schilderung lässt sich nicht sicher entnehmen, ob Ihnen dieser namentlich bekannt ist. Wenn nicht, sollten Sie Ihre Mutter zu dieser Auskunft auffordern. Diese Recht auf Kenntnis der eigenen Abstammung steht Ihnen ohne weiteres zu.

Anschliessend sollten Sie den biologischen Vater bitten, einen Abstammungstest zu machen und die Vaterschaft damit abzuklären. Sollte dieser seine Einwiilligung verweigern, so können Sie einen Antrag beim Familiengericht auf Anordnung eines Abstammungsgutachtens stellen, § 1598 a BGB. Auf die 2 jährige Anfechtungsfrist kommt es dabei nicht an.

Sofern Sie eine anwaltliche Vertretung wünschen, stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 06.07.2015 | 12:42

Danke für die dezidiert gute Antwort.

Ich würde den biologischen Vater anschreiben und um ein Abstammungsgutachten bitten. Sofern dieser das verweigert, würde ich beim Familiengericht eine Anordnung erwirken bzw. beantragen.

Meine Frage:

Ist es dabei unerheblich , ob zu Lebzeiten des rechtlichen Vaters keine Vaterschaftsanfechtung gegen diesen vorgenommen wurde? Jetzt ist das nunmehr nicht mehr möglich.

Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.07.2015 | 12:48

Ja, dies ist unerheblich und sollte von Ihnen auch gar nicht erwähnt werden.

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