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Vaterschaft, Sorgerecht (Kindeswohl?) bei Trennung während Schwangerschaft

02.04.2012 13:36 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


Sehr geehrte Damen und Herren,

durch eine verflossene Affäre, die ich in 2010 hatte und die sich nicht damit abfinden wollte, dass nicht mehr daraus wird, ist die Beziehung zu meiner Partnerin im November 2011 zerstört worden. Nachdem ich der Affäre sagte, dass wir ein Baby erwarten, stand sie vor der Tür und ließ eine Bombe platzen.

Meine (Ex-)Partnerin positioniert sich seither nicht eindeutig, wenn es um das Kind geht. Sie lässt mich aber immer wieder wissen, dass ich "... nicht der Papa sein werde ..." und "... wir keine Eltern sein werden ...", dass sie "...nicht zulassen wird, dass das Kind hin- und hergereicht wird ..." und "... dass es ja so eigentlich sehr gut ist,d a das Kind so noch gar keine Beziehung zu seinem Vater aufbauen konnte. Daher fehlt es dem Kind auch nicht daran. Deshalb sollte man vermeiden, dass diese Beziehung überhaupt erst entsteht." Sie spielt damit auf den Begriff des Kindswohls an, nachdem meiner Kenntnis nach die Entscheidungen bez. Sorgerechtsantrag zu treffen seien.

Mir tut das wahnsinnig weh, denn ich liebe meine Partnerin und ich liebe mein Baby.
Ich werde um beide kämpfen. Ob ich sie wieder überzeugen kann, weiß ich nicht. Aber mein Baby möchte ich nicht aufgeben. Ich möchte für es sorgen so gut ich kann.

Daher möchte ich gern sowohl rechtlicher als auch richtiger Vater sein. Dazu gehört für mich auch das Sorgerecht.
Wie sehen Sie meine Chancen?

Ich habe sie auch bereits vielfach darum gebeten, mir ein Ultraschallbild unseres Babys zu zeigen. Bisher hat sie das noch nciht gemacht. Sie versucht mich weitestgehend aus dem Thema Schwangerschaft und Kind rauszuhalten.
Ich habe Angst, dass sie mir mein Kind vorenthält und mich zu ihm keinen Kontakt aufbauen lässt.

Ist das denn anders, wenn das Kind noch nicht geboren ist? Habe ich Chancen, das geteilte Sorgerecht auch ohne ihre Zustimmung zu bekommen?

Vielen Dank und viele Grüße, ...

Guten Tag,

ich möchte Ihre Anfrage auf der Grundlage der von Ihnen dazu mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Die Frage des gemeinsamen Sorgerechtes (nicht geteiltes Sorgerecht) ist in § 1626 a Abs. 2 BGB dahingehend geregelt, dass bei fehlendem Einverständnis der Kindesmutter diese das alleinige Sorgerecht erhält.

Diese Vorschrift ist nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 21.7.2010, Az.: 1 BvR 420/09 verfassungswidrig und muss vom Gesetzgeber durch eine verfassungskonforme Vorschrift ersetzt werden.

Bis dahin sind die Familiengerichte angehalten, auf Antrag eines Elternteils die gemeinsame Sorge anzuordnen, "soweit zu erwarten ist, dass dies dem Kindeswohl entspricht."

Soviel zur rechtlichen Grundlage.


Gemäß § 1626 b Abs. 2 BGB kann der Antrag beim zuständigen Familiengericht auch schon vor der Geburt des Kindes gestellt werden.


In formeller Hinsicht haben Sie also durchaus Chancen, das gemeinsame Sorgerecht zugesprochen zu bekommen.

Zur materiellrechtlichen Seite, ob also im konkreten Fall die gemeinsame Sorge dem Kindeswohl entspricht, kann hier nichts gesagt werden. Diese Fragen sollten Sie gegebenenfalls mit einem Anwalt besprechen, damit dieser einen entsprechenden Antrag an das zuständige Familiengericht stellen kann.


Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 02.04.2012 | 14:17

Herzlichen Dank für die klare und schnelle Antwort!

Ich habe die Befürchtung, dass die Mutter sich "stur" stellt und als "entgegen dem Kindeswohl" so interpretiert, dass sie mit mir einfach keinen Kontakt haben will und kann, weil ihre Verletzung aufgrund der Umstände unserer Trennung zu groß sind. Damit wäre es wohl dem Kindeswohl entsprechend, mich weitgehend rauszuhalten.

Denken Sie, dass sie damit Erfolg hätte?

zusatzinfo:
Ich habe mir sonst nichts zu Schulden kommen lassen. Habe einen soliden Job als Ingenieur usw.

Vielen Dank udn viele Grüße, ...

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.04.2012 | 14:23

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich zukünftige Verfahrensausgänge nicht prognostizieren kann.

Entscheidend wird aus Ihrer Sicht eine rechtzeitige Antragstellung sein, die in materiell-rechtlicher Hinsicht sauber ausargumentiert ist und zu erwartende Aspekte der Gegenargumentation schon vorweg nimmt.

Falls Sie an einer Vertretung durch mit interessiert sind, setzen Sie sich bitte mit mir in Verbindung.

Mit freundlichen Grüßen

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