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Vater will sein Kind was bei den Pflegeeltern untergebracht ist zurück


27.01.2006 18:09 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Reeder



Mein bester Freund hat einen Streit seinerseits mit den Jugendamt, dies begann alles mit seiner Ex-Freundin, 1999 gebar die Ex-Freundin seinen Sohn, was sie sodann gleich nach der Geburt zur Adoption freigegeben hatte und kam schon nach drei Tagen seiner Geburt in die Pflegefamilie. Jedoch wusste mein bester Freund zu der Zeit nicht, dass sie überhaupt schwanger war, noch das die Ex-Freundin ein Kind zur Adoption freigegeben hatte, noch dass er der Vater ist. Er erfuhr es erst durch einen Bekannten Ende 1999. Nach einem späteren Treffen mit der Ex-Freundin gab sie dann zu, dass er der Vater ist. Seit Mitte 2000 wurde seine Vaterschaft gerichtlich anerkannt. Mein bester Freund ist natürlich nicht davon begeistert, dass er ohne Wissen den Jungen zur Adoption freigegeben hat. Mein bester Freund lebt jetzt mit seiner Frau (Heirat ebensfalls Mitte August 2000), und sein Sohn lebt weiterhin bei der Pflegefamilie, die ihn nicht nur als Pflegesohn behalten wollen, sondern ihn auch adoptieren wollen, da die meinen, dass sein Sohn in der Pflegefamilie gut integriert ist und auch super Kontakt hätte mit den Pflegegeschwistern. Das Jugendamt ist weiterhin Vormund und betreibt auch das Adoptionsverfahren. Was könnte mein bester Freund (rechtlich) tun, damit sein Sohn zu ihm und zu seiner Frau ziehen kann und bei ihnen leben kann? PS: Es wurde seit zwei Jahren vom Gericht vereinbart, erste Kontakte zwischen Vater und Sohn zu vermitteln, jedoch das Jugendamt stellt sich immer wieder auf stur auf Anfragen.

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Sehr geehrter Fragensteller,
Ihre Frage möchte ich gemäß Ihren Angaben wie folgt beantworten:
Wenn Ihr Freund erreichen möchte, dass das Kind bei Ihm und seiner Frau aufwächst, müsste er die Sorgerechtsübertragung nach § 1671 BGB beantragen. Hierfür ist allerdings die Zustimmung desjenigen erforderlich, der die elterliche Sorge innehat.
In einem ähnlich gelagerten Fall beantragte der leibliche Vater die Sorgerechtsübertragung, nachdem die Mutter der Adoption zugestimmt hatte und das Kind bereits bei Pflegeeltern lebte. Nachdem die Vaterschaft gerichtlich festgestellt worden war, bemühte sich der leibliche Vater in verschiedenen gerichtlichen Verfahren erfolglos um die Übertragung des Sorgerechts und um die Einräumung eines Umgangsrechts.
Auf seine Individualbeschwerde stellte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) mit Urteil vom 26. Februar 2004 fest, dass die Sorgerechtsentscheidung und der Ausschluss des Umgangsrechts eine Verletzung von Art. 8 Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) darstellten. Dennoch wies der 14. Senat des OLG Naumburg den Sorgerechtsantrag des Beschwerdeführers zurück, da dem Urteil des EGMR keine Bindungswirkung zukomme. Die gegen den Beschluss des OLG gerichtete Verfassungsbeschwerde des Beschwerdeführers war erfolgreich.
Ich werde das Urteil und Aktenzeichen heraussuchen und Ihnen spätestens nächste Woche per mail zukommen lassen.
Ich hoffe, diese Antwort war Ihnen zunächst behilflich.

Mit freundlichen Grüßen
Sabine Reeder
Rechtsanwältin
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