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Vater verstorben ohne Testament, erbt der alkoholkranke Sohn das gesamte Vermögen?

| 17.09.2016 00:45 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Daniela Désirée Fritsch


Hallo , mein Vater ist vor zwei Monaten verstorben und hinterlässt etwa 200.000 Euro. Meine Eltern waren nie verheiratet und ich bin das einzige Kind meines Vaters. Mein Vater hat noch eine Schwester. Der Treuhänder, der zugleich auch Anwalt ist, meint nun, dass ich als Alkoholiker nicht über das gesamte Vermögen verfügen darf ( ich bin arbeitslos )und bin auch schon mit dem Gesetz in Konflikt gekommen. Ich hatte zwischenzeitlich auch eine Bewährungshelferin. Trocken bin ich noch nicht. Eine Therapie möchte ich auch nicht machen.
Meine Frage nun: Könnte die Schwester meines Vaters mit deren drei Kindern ( also Nichten meines verstorbenen Vaters ) ein Recht auf einen Teil des Erbes haben? Sie befürchten, dass ich das Erbe verprasse und mich dann zu Tode saufe. Was natürlich nicht stimmt.
Steht mir alles zu oder muss ich einen Teil abgeben?
Mit freundlichen Grüßen!

Sehr geehrter Mandant,

gerne möchte ich Ihnen Ihre Fragestellung wie folgt beantworten:

Sie schreiben, dass Ihr Vater verstorben ist, ohne ein Testament aufgesetzt zu haben. Damit gilt die gesetzliche Erbfolge nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB).
Da Sie das einzige Kind Ihres Vaters sind und kein Ehepartner existiert, erben Sie gemäß § 1924 Abs. 1 BGB alleine.

Daran ändert es auch nichts, dass Sie noch eine Tante, Cousinen und Cousins haben. Durch Ihren engen Verwandtschaftsgrad (Sohn), sind Sie in der vorliegenden Konstellation Alleinerbe.
Auch Ihre Krankheit und persönliche Vergangenheit ändern nichts an diesem Umstand. Es gibt insoweit keine Überprüfung des Gesetzgebers darauf, ob ein Erbe es "verdient", Erbe zu sein.

Soweit Sie einen Treuhänder ansprechen, gehe ich davon aus, dass es sich um einen Nachlasspfleger handeln dürfte. Dieser kann auf Antrag vom Nachlassgericht bestellt werden, was eventuell Ihre Tante veranlasst haben mag.

Es kann nun allenfalls in Frage kommen, Sie bezüglich des Erbes und Ihrer Verfügungsgewalt darüber unter eine Form der rechtlichen Betreuung zu stellen. Ob dies allerdings Erfolg hat, sehe ich fraglich. Zumindest ist dies letztendlich eine Frage der Entscheidung des Einzelfalls, die auf einer medizinischen Einschätzung beruht.

Sollte ein solches Verfahren dennoch gegen Sie angestrengt werden und erfolgreich verlaufen, würde ein Betreuer für Sie das geerbte Vermögen verwalten und dabei in Ihrem besten Interesse handeln müssen. Eine Abgabe an Dritte scheidet also klar aus.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 17.09.2016 | 01:39

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin, danke für Ihre kompetente Antwort. Ich habe noch drei Kinder für die ich nie Unterhalt gezahlt habe, muss ich das jetzt von dem Erbe nachzahlen? Kinder 16, 10, 5 Jahre alt

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.09.2016 | 09:24

Sehr geehrter Fragesteller,

selbstverständlich beantworte ich Ihnen auch Ihre Nachfrage. Bitte bedenken Sie die Uhrzeit, zu der Frage, Antwort und auch Nachfrage gestellt wurden.

Leider kann ich Ihnen diesen Punkt nicht sicher beantworten, weil mir die Einzelheiten zu dem Fall nicht bekannt sind.
Sollte eine damalige Unterhaltszahlung aber insbesondere an Vermögenslosigkeit gescheitert sein, kann es in Frage kommen, dass Ihre Kinder, bzw. deren Mutter noch einmal auf Sie zukommen und Sie Zahlungen erbringen müssen.

Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass eine genaue Berechnung der Höhe nach in diesem Rahmen derzeit nicht möglich ist.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 17.09.2016 | 01:49

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 17.09.2016 5/5,0
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