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Vater das Besuchsrecht einräumen trotz Unzuverlässigkeit?

| 30.06.2011 08:51 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tobias Rösemeier


Sehr geehrte Anwälte,

Basis:
gemeinsames Sorgerecht
gemeinsames Aufenthaltsbestimmungsrecht
Kind wohnt bei Mutter, Vater hat Sonntags vereinbartes Recht das Kind abzuholen für einige Stunden

folgender Sachverhalt ist nun eingetreten:

1. Woche: Vater war unpünktlich
2. Woche: Vater war unpünktlich
3. Woche: Vater ist gar nicht gekommen um das Kind abzuholen, ohne Rückinfo an die Mutter.

Nun hat die Mutter dem Vater verboten, in Woche 3 das Kind zu sehen, da er sich nicht an die vereinbarten Zeiten gehalten hat, sowie einfach nicht erschienen ist. Sie hat ihm mitgeteilt, dass Sie unverzüglich einen Termin mit dem Jugendamt vereinbart, um den Sachverhalt zu klären, bis dahin wird er von seinem Umgangsrecht keinen Gebrauch machen dürfen.

Hierrauf hat die Mutter ein Schreiben seines RA bekommen mit der Aufforderung, das Kind in Woche 3 herauszugeben und dem Vater das Umgangsrecht nicht zu verbieten.

Nun ist die Frage:
ist die Mutter verpflichtet trotz eindeutiger Unzuverlässigkeit und Nichteinhaltung der Vereinbarung, das Kind ohne weiteres herauszugeben?

Beim Jugendamt gab es seiner Zeit eine mündliche Aussage der zuständigen Dame: Wenn der Vater sich nicht an Absprachen hält, muss die Mutter das Kind nicht herausgeben. Die Sachbearbeiterin beim Amt ist leider nicht verfügbar, daher benötige ich eine Info von einem Fachanwalt.

Hoffe auf eine fachmännische Antwort

Lieben Gruß und vielen Dank

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte. Dieses Forum dient dazu, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung zu verschaffen, kann und soll keinesfalls die Beratung bei einem Kollegen vor Ort ersetzen.

Dies vorausgeschickt, gehe ich auf Ihre Fragen wie folgt ein:

Ihre Verärgerung über die Unzuverlässigkeit des Kindesvaters kann ich voll und ganz nachvollziehen. Richtig ist, dass der Kindesvater nicht sein Umgangsrecht nach eigenem Ermessen unregelmäßig wahrnehmen kann.

Zu vermeiden ist in jedem Fall eine dauerhafte Umgangsverweigerung, insbesondere in Anbetracht des Kindeswohls.

Solange keine vollziehbare gerichtliche Entscheidung des Familiengerichtes über den Umgang besteht, steht einer "erzieherischen" Maßnahme dem Kindesvater gegenüber nichts im Wege. Sollte dies der Fall sein, teilen Sie dem Anwalt des Kindesvaters mit, dass dieser sein Umgangsrecht nicht verlässlich wahrgenommen hat und Sie deswegen bereits für den nächsten Umgangstermin etwas mit Ihrem Kind geplant haben und deswegen die Wahrnehmung des Umgangstermines nicht stattfinden kann. Teilen Sie gleichzeitig aber unbedingt mit, ab wann wieder der vereinbarte Umgang stattfinden kann. Verweisen Sie aber darauf, dass Sie auf eine pünktliche und regelmäßige Umgangswarhnehmung zum Wohle des Kindes bestehen.

Zeigen Sie dem Kindesvater in Ihrem Schreiben auf, dass es für Ihr Kind wichtig ist, dass der Umgang regelmäßig stattfindet, um Enttäuschungen und Verlustängste zu vermeiden.

Wenn Sie den Umgang unbegründet verweigern, weil der Vater sich unzuverlässig gezeigt hat, provozieren Sie letztendlich ein gerichtliches Umgangsverfahren.

Versuchen Sie daher einen Mittelweg zu finden, bestehen Sie auf einem gemeinsamen Gespräch beim Jugendamt und kündigen Sie aber definitiv einen verbindlichen Termin für die Fortsetzung des Umganges an.

Abschließend weise ich darauf hin, dass der Umgang nur dann berechtigt verweigert werden darf, wenn das Kindeswohl gefährdet ist.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung verschaffen, sollte etwas unklar geblieben sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion des Portals.

Mit freundlichen Grüßen


Tobias Rösemeier
- Rechtsanwalt -

Bewertung des Fragestellers 03.07.2011 | 16:44

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