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Variabler Gehaltsanteil / Zielgehalt


27.04.2007 22:16 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Hallo,

mein Zielgehalt splittet sich seit Beginn meines Arbeitsverhältnisses vor ca. 6 Jahren in einen variablen und einen festen Gehaltsanteil. Der variable Gehaltsanteil wiederum teilte sich zur Hälfte auf in individuelle Ziele, die quartalsweise hinsichtlich ihrer Erreichung bewertet und ausbezahlt wurden und ein Unternehmensziel, welches jährlich bewertet und ausgezahlt wurde.

Das Einstellungsangebot, inklusive der Darlegung, wie sich der variable Gehaltsanteil zusammen setzt, wurde mit per Mail von einem Mitarbeiter mit p.p.a. zugesandt und erläutert. Auf dieser Mail war ein weiterer Mitarbeiter auf Kopie. Explizit zur Unterschrift gelangte der Arbeitsvertrag, der jedoch nur Bezug auf das Festgehalt nimmt. Im Anschreiben zum Arbeitsvertrag wurde mir des Weiteren für das Einstellungsjahr das Zielgehalt bestätigt.

In den letzten 5 Jahren wurde allerdings genau wie in der Mail beschrieben mit dem variablen Gehaltsanteil verfahren. Meine Zielerreichung für die Individualziele lag durchgängig bei 100%. Die Zielerreichung für die zweite Hälfte des variablen Gehaltes, dass auf Basis eines "leicht erreichbaren" Unternehmensziels ermittelt wurde, lag bei > 90%.

Mein Arbeitgeber hat jetzt beschlossen unternehmensweit eine Regelung einzuführen, bei der lediglich einmal im Jahr der variable Gehaltsanteil ausgezahlt wird, keine individuellen Ziele mehr existieren und ein Unternehmensziel zugrunde gelegt wird, dass sehr ambitioniert ist. Resultierend ist realistisch davon auszugehen, dass die Erreichung des variablen Gehaltsanteiles sich signifikant reduziert.

Insgesamt bedeutet dies für mich eine relevante Schlechterstellung, die in Bezug auf die Umstellung von Quartal auf Jahr des weiteren sehr negativ für mich ist, da ich Alleinverdiener einer Familie bin.

Fragen:

1. Stellt die eMail einen Vertragsbestandteil dar ja oder nein?
2. Darf mein Arbeitgeber den variablen Gehaltsanteil nach mehr als 5 Jahren eigenemächtig umstellen?
3. Sofern mein Arbeitgeber nicht einseitig den variablen Gehaltsanteil umstellen darf und ich somit ein Anrecht auf den variablen Anteil gemäß bisheriger Verfahrensweise habe lautet meine Frage. Kann ich obwohl mir die Definition von Zielen für das erste Quartal verweigert wurden, den variablen Gehaltsanteil für mein individuellen variablen Gehaltsanteil in Höhe von 100% mit einer Frist anmahnen?

Ich freue mich auf die Beantwortung.
Ihr Fragensteller

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Sehr geehrter Fragesteller,

im Rahmen einer Erstberatung beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:
1. Die email stellt kein Vertragsbestandteil dar, da dies lediglich ein Angebot bedeutete und später ein Arbeitsvertrag mit einer anderen Regelung getroffen wurde. Durch die Umsetzung hinsichtlich des variablen Gehaltsbestandteiles in den letzten fünf Jahren ist allerdings die Regelung bindend zwischen Ihnen und Ihrem Arbeitgeber geworden und Sie diese konkludent angenommen haben bzw. von Ihnen nicht widersprochen wurde.
2. Da die Regelung bindend geworden ist, darf der Arbeitgeber diese nicht eigenmächtig ändern, sondern dazu bedarf einer Änderung des Vertrages, mit der Sie einverstanden sein müssen. Einseitige Änderungen durch den Arbeitgeber sind nur im Rahmen des Direktionsrechtes möglich, dass auf diese Konstellation jedoch keine Anwendung findet.
3. Ja. Ich würde weiterhin auf die Defintion von Zielen bestehen und sodann den Ihnen zustehenden Betrag anmahnen bzw. einfordern.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: info@kanzlei-hermes.com.

Mit besten Grüßen
RA Hermes
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