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VWL Leistungsausschüttung / GKV Forderungen für 10 Jahre

| 01.06.2018 13:10 |
Preis: 55,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Ich bin 65 Jahre, seit 15 Jahren in ungekündigtem Arbeitsverhältnis das nun zu meinem Rentenbeginn (1.7.18) automatisch beendet ist.
Die Rente ist beantragt, so weit so gut.
Seit mehr als 40 Jahren zahle ich in diverse VWL Verträge ein, von denen die ersten in den letzten 2 Jahren ausgelaufen sind.
Vor 6 Monaten ist der vorletzte VWL Vertrag ausgelaufen, im November 2018 steht der letzte VWL Vertrag zur Auszahlung
(ca. 15 TDM) an, den ich die letzten 5 Monate selbst weiter zahle.

Alle bisher ausgelaufenen VWL Verträge habe ich mir auszahlen lassen.

Im Januar erhielt ich nun ein Schreiben meiner gesetzlichen Krankenkasse die jetzt (nach Überschreitung des Freibetrages) für die nächsten 10 Jahre ihr monatliches Häppchen von der VWL Summe abhaben möchte.

Nun ist meine Überlegung wie folgt:
Zum 1.7.18 bin ich ohne Arbeit / in Rente und werde dann eine Gewerbeanmeldung machen und selbstständig sein.
Damit muss ich dann nicht mehr gezwungenermaßen in der GKV sein und kann kündigen.
Bis zur nächsten und letzten VWL Auszahlung im November werde ich dann 5 Monate ohne Krankenversicherung sein, evtl. auftretende Gebrechen / Krankheiten auf eigene Kosten kurieren.
Wenn dann meine VWL Versicherung die Auszahlung vornimmt und ich dann keiner Krankenkasse angehöre geht auch entspr. keine Meldung raus, so dass ich mich danach wieder ab 1.12.18 gesetzlich versichern würde.

Spricht irgend etwas dagegen, habe ich etwas nicht bedacht oder einen Denkfehler?

Sehr geehrter Ratsuchender,

ganz so einfach wird es leider nicht werden.

In Deutschland gilt grundsätzlich die Krankenversicherungspflicht. Kein Mitbürger soll ohne Krankenversicherung sein.

Aus diesem Grund besteht zwar die Möglichkeit die Mitgliedschaft in der GKV zu kündigen. Aber diese werden in der Regel nur wirksam und möglich, wenn eine andere Krankenversicherung nachgewiesen wird.

Schon ohne diesen Nachweis kann die Mitgliedschaft in der GKV nicht ohne weiteres beendet werden.

Es ist zwar nicht ausgeschlossen, dass dieser Nachweis ausnahmsweise von der GKV nicht angefordert, weil schlicht vergessen, wird. Dann kann es sein, dass Sie die die Bestätigung der Beendigung der Mitgliedschaft dennoch erhalten.

Da Sie nur wenige Monate ohne Versicherung sind, wird Ihre Versicherung Sie dann auch wieder aufnehmen; allerdings werden Nachzahlung für die nichtversicherten Monate von Ihnen verlangt werden.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 01.06.2018 | 14:47

Danke für die schnelle Antwort.
Ok, ich könnte mich ja auch für 6 Monate privat versichern und dann anschließend wieder in die GKV zurück kehren, dann wäre ich nicht ohne Versicherungsschutz in der Zwischenzeit.
Mir kommt es einzig darauf an mir diese 10 Jahre lange Ratenzahlung an die GKV zu ersparen.
MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.06.2018 | 15:19

Sehr geehrter Ratsuchender,

das Problem wird darin bestehen, dass die PKV nur wenige Monate betragen soll. Insoweit wird es voraussichtlich schon schwierig sein. grundsätzlich erfolgt die Kündigung einer PKV drei Monate vor Ende des Versicherungsjahres.

Weiter kann es zu Problemen kommen, wenn Sie wieder in die GKV zurückwollen. Da Sie das 55. Lebensjahr überschritten haben, stößt dieses immer wieder auf Schwierigkeiten. Da Sie aber in den letzten fünf Jahren, so habe ich Ihre Ausfühungen verstanden, gesetzlich versichert waren und demgemäß auch noch der Bezug zur GKV besteht, könnte ein Wechsel möglich sein. Dieses lässt sich aber nicht abschließend beurteilen.

Sie sollten prüfen lassen, ob die Forderung der GKV überhaupt zutreffend wäre. Möglicherweise kann das ein Ansatz sein.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Bewertung des Fragestellers 03.06.2018 | 20:15

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"Ich prüfe nun zunächst wie vorgeschlagen die Rechtmäßigkeit der GKV Forderung."
Stellungnahme vom Anwalt: