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VERSUCHTE KREDIT BETRUG

16.09.2010 15:45 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


HALLO ZUSAMMEN
ICH HABE MEIN LOHNABRECHUNG GEFÄLSCHT AUF NAMES MEIN SCHWESTER DAMIT ICH KRDEIT NEHMEN KÖNTE WEIL FINANZIELL WAR ICH ZU ENDE WOLTE MEIN SCHULDE ZAHLEN
UND BANK HAT DAS RAUS GEFUNDEN ABGELEHNT UND JETZ HAT ANZEIGE GEGEN MEIN SCHWESTER GESTELLT: WEGEN VERSUCHTES BETRUG
BEVOR ALLES SCHIEF LÄUFT UND ICH WILL MEIN JOB NICHT VERLEIEREN.ich will das bei polizei zu geben
ich bin nicht vorbestrafft und hab bisher mit polizei nix zu tun gehabt.ich will das zu geben damit auch mein arbeitgeber nicht davon erfährt und event kriege ich milde strafe
was meinen sie soll ich das tun oder ?
WENN ICH DAS TU WAS FÜR MIT STRAFE KANN ICH RECHNEN ?
MFG

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne nehme ich zu Ihrer Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes wie folgt Stellung:

Zunächst zu Ihrer Schwester:

Ich habe Sie so verstanden: Ihre Schwester hat eine von Ihnen gefälschte Lohnabrechnung verwendet, um bei der Bank einen Kredit für Sie zu bekommen. Wenn ich Sie falsch verstanden habe, berichtigen Sie mich bitte.

Die Lohnabrechnung des Arbeitgebers ist eine Urkunde. Ihre Schwester hat diese unechte oder verfälschte Urkunde gebraucht. Sowohl das Fälschen (durch Sie) als auch die Vorlage der Urkunde bei der Bank (durch Ihre Schwester) sind als Urkundenfälschung nach § 267 Abs. 1 StGB strafbar. Es handelt sich um zwei Straftaten.

Dass die Lohnabrechnung unecht oder gefälscht ist, wird sich ohne Zweifel nachweisen lassen. Dass die unechte/gefälschte Lohnabrechnung von Ihrer Schwester zum Erhalt des Kredits vorgelegt wurde, wird der Sachbearbeiter in der Bank bezeugen können. Dass Ihre Schwester von allem wusste, liegt auf der Hand. Ihre Schwester wird sich also nicht herausreden können. Das Gebrauchen einer unechten oder gefälschten Urkunde zur Täuschung im Rechtsverkehr würde man ihr also voraussichtlich nachweisen können.

Ein versuchter (Kredit-)Betrug kann, muss aber nicht unbedingt vorliegen. Der Betrug würde voraussetzen, dass das Vermögen der Bank durch die Auszahlung des Kredits in Gefahr gewesen wäre. Das hängt wiederum davon ab, was Ihre Schwester verdient und wie hoch der beantragte Kreditbetrag ist.

Und nun zu Ihnen:

Sie müssen sich also überlegen, was Sie mit einer Aussage erreichen würden. Ihre Schwester können Sie dadurch kaum entlasten. Denn dass der Kredit für Sie und nicht für Ihre Schwester bestimmt war, ändert nichts an der Strafbarkeit des (versuchten) Betrugs: Der EIGENnützige Betrug ist genauso strafbar wie der FREMDnützige Betrug.

Deswegen kann ich Ihnen NICHT empfehlen, auszusagen und sich unnötig selbst zu belasten. Warten Sie einfach ab. Sollte gegen Sie selbst ermittelt werden, rate ich Ihnen dazu, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens mit Ihrer Verteidigung zu beauftragen. Dieser könnte dann für Sie Akteneinsicht nehmen. Erst danach sollte eine Stellungnahme abgegeben werden.

Straferwartungen sind immer schwierig, wenn man die genauen Umstände nicht kennt. Aber da Sie, wie Sie angeben, strafrechtlich noch nie in Erscheinung getreten sind, müssten Sie im Falle einer Verurteilung wegen Urkundenfälschung und/oder Anstiftung zum versuchten Betrug allenfalls mit einer Geldstrafe rechnen. Es ist auch gut möglich, dass Sie nicht verurteilt werden, sondern das Verfahren eingestellt werden würde, wenn Sie einen Geldbetrag bezahlen (§ 153a StPO ). Die Höhe einer Geldstrafe würde davon abhängen, was Sie verdienen. Verdienen Sie wenig, wäre auch die Geldstrafe gering. Eine Geldstrafe unter 90 Tagessätzen würde nicht in das Führungszeugnis übernommen werden. Ihr Führungszeugnis würde also weiterhin KEINE EINTRAGUNGEN enthalten.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben, und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Felix M. Safadi
Rechtsanwalt

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Allgemeine Hinweise:

Sollten noch Unklarheiten bestehen, bin ich gerne für Sie da, um das zu ändern! Verwenden Sie entweder die Nachfrageoption auf diesem Portal oder treten Sie direkt mit mir in Verbindung. Bitte seien Sie so fair und geben erst nach meiner abschließenden Antwort eine Bewertung für mich ab.

Bitte erlauben Sie mir noch den obligatorischen Hinweis, dass es sich bei dieser Antwort lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des allein auf Ihren Angaben basierenden Sachverhalts handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen weiterer Angaben kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ergänzung vom Anwalt 16.09.2010 | 16:56

Sehr geehrter Ratsuchender,

hier noch eine Ergänzung:

Sie müssen demzufolge nicht um Ihren Job fürchten. Ihr Arbeitgeber würde nichts von einer möglichen Verurteilung erfahren.

Mit freundlichen Grüßen

RA Safadi

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