Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

V & B Geschirr ersteigert - bei Lieferung teilweise kaputt

01.11.2012 12:50 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich habe bei Ebay ein 50 tlg. Geschirr von V & B ersteigert. Zahlung erfolgte direkt über Paypal. Der VK hat die Ware dann Montags direkt versendet per DHL. Erhalten habe ich die Lieferung Dienstags in 2 Paketen welche mit Plastikfolie umhüllt waren (inkl. Aufkleber "Vorsicht Glas"). Von außen war kein Transportschaden zu erkennen.

Verpackt waren die Sachen wie folgt:
die 50 Teile waren auf 2 stabile Kartons verteilt. Verpackt in Seidenpapier .- die Leerräume ebenfalls mit zerknülltem Seidenpapier ausgefüllt. Auf dem Boden der Kartons jeweils eine Lage Luftpolsterfolie. Ansonsten waren die Teile bis unter den Kartondeckel geschichtet - ohne Absicherung oben.


Beim auspacken der einzelnen Teile merkte ich jedoch, dass einige zu Bruch gegangen waren. Diese habe ich dann auch entsprechend fotografiert.

Ich habe mich direkt mit dem VK in Verbindung gesetzt. Als Antwort erhielt ich, dass ich selbst bei DHL den Schaden geltend machen muss, dass er mir aber unabhängig von der Situation die Portokosten (aufgerundet auf € 20,--) erstatten würde.

Lt. DHL müsste ich eine schriftliche Schadensmeldung anhand eines Formulars machen - kein Thema.
Allerdings müsste ich beide Pakete im ursprünglichen Zustand auch an DHL geben. Und genau da liegt mein Problem - ich weiß beim besten Willen nicht mehr was wie in welchem Paket gelegen hat. Sprich: ich kann den Zustand bei Lieferung nicht mehr nachvollziehen. Leider habe ich auch das Seidenpapier, in das das Geschirr eingepackt war, bereits entsorgt (außer bei den kaputten Sachen).

Habe ich noch irgendwie die Möglichkeit, meinen Schaden ersetzt zu bekommen?

01.11.2012 | 13:34

Antwort

von


(143)
Mühltorstr. 9/1
71364 Winnenden
Tel: 07195/589260
Web: http://www.rems-murr-kanzlei.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte. Zunächst möchte ich darauf hinweisen, daß dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine persönliche Beratung kann durch Ihre Anfrage nicht ersetzt werden.

Zunächst einmal gehe ich davon aus, dass Sie die Ware von einer Privatperson ersteigert haben.

Bei einem Privatverkauf richtet sich die Haftung für den Transport der Ware grundsätzlich nach den gesetzlichen Vorschriften des Versendungskaufs (§ 447 BGB ), sofern nicht etwas anderes zwischen den Parteien vereinbart wurde.

Bei einem Versendungskauf versendet der Verkäufer auf Wunsch des Käufers die Kaufsache an einen anderen Ort als den Erfüllungsort (Wohnsitz des Verkäufers).

Nach § 447 BGB geht die Gefahr der Lieferung mit der Übergabe an das Transportunternehmen auf den Käufer über.
Der Verkäufer haftet somit nicht mehr für eventuell entstehende Transportschäden, wenn er die Ware ordnungsgemäß zum Transport abgegeben hat. Dies umfasst allerdings die Pflicht, die Ware in einer Art und Weise zu verpacken, bei der bei gewöhnlichem Transport keinerlei Schäden zu erwarten sind.
Ihrern ANgaben zufolge war das 50 tlg. Geschirr von V & B stabil und ordnungsgemäß verpackt, so dass ein Schadensersatzanspruch gegenüber dem Verkäufer meines Erachtens ausscheidet.

Allerdings könnten Sie die Schäden gegenüber DHL geltend machen.

Die Aufforderung von DHL, die beiden Pakete im ,,ursprünglichen Zustand' zurückzugeben soll der Aufklärung dienen, ob die Ware ordnungsgemäß verpackt war.

Nach den AGB`s von DHL, wird nämlich nur für Schäden an bedingungsgerechten Sendungen gehaftet (vgl. AGBs §6 Absatz 1).
(Link zu den AGBs von DHL:https://www.dhl.de/content/dam/dhlde/downloads/pdf/dhl-agb-paket-express-national-06-2011.pdf)

Es trifft Sie letztlich die Beweislast dafür, dass die Schäden beim Transport entstanden sind, und ein Erfüllungsgehilfe von DHL ( §428 HGB ) vorsätzlich oder leichtfertig dafür verantwortlich war.

Erfahrungsgemäß ist diese Beweisführung schwierig, wenn der Käufer das Verpackungsmaterial bereits weggeschmissen hat, oder z.B. beim ersten Bemerken von Schäden an der versendeten Ware etwa Photos zu machen von der Anordnung der Ware in den Paketen.

Ich rate Ihnen dennoch DHL anzuschreiben und auf die ordnungsgemäße Verpackung hinzuweisen. Sie sollten DHL darauf hinweisen, dass nur beim Transport und durch unsachgemäße Handhabung diese Schäden entstehen konnten. Eventuell lässt sich DHL darauf ein ohne einen konkreten Nachweis von Ihnen zu verlangen und erstattet Ihre Schäden auf Kulanzbasis.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen. Bei Unklarheiten oder Verständnisschwierigkeiten nutzen Sie bitte die Nachfrage-Option.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Philipp Wendel


ANTWORT VON

(143)

Mühltorstr. 9/1
71364 Winnenden
Tel: 07195/589260
Web: http://www.rems-murr-kanzlei.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Strafrecht, Medizinrecht, Verkehrsrecht, Miet und Pachtrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 90193 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Die Beantwortung meiner Fragen läßt keine Lücken offen. Ich bin in meinem Vorgehen durch Herrn Dr. Hoffmeyer total gestärkt und kann wieder besser schlafen. Mit einem Anwalt wie Herrn Dr. Hoffmeyer verliert ein Rechtsstreit ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Tolle und sehr schnelle Reaktion. Danke!!!!! ...
FRAGESTELLER