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Urteilsvollstreckung durch KV trotz Strafandrohung verhindert

| 11.07.2018 09:10 |
Preis: 51,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Die Tochter einer Bekannten lebt bei ihrem Vater. Nun hat die Mutter per Gerichtsurteil erreicht, dass ihre Tochter (10J.) 14tägig am Wochenende übernachten darf und mit ihr wöchentlich telefonieren darf. Das Gericht hat bei Unterlassung durch den Vater, ihm eine Geldstrafe bzw. Haft ausgesprochen. Seit Ende 2017 gibt es dieses Urteil. Die Telefonate unterbindet der Vater meistens durch Ausreden und zum Übernachten ist es bis heute noch nicht gekommen. Die Bekannte muss sehr flexibel sein, da der KV auch Besuche oft kurzfristig verschiebt. Die Besuche finden in der Regel 14tägig samstags statt. Das Kind wohnt 2 Orte weiter.
Die Mutter hat sich schon vielfach beim Jugendamt beschwert, hiervon kommt aber keine Hilfe.
Geht die Sache nur über einen Anwalt zu regeln oder kann sie selbst ohne Kosten hier wie tätig werden?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),


die Vollstreckung des offensichtlich vorliegenden Umgangstitels nach § 79 I FamFG erfolgt durch die Festsetzung eines Ordnungsgeldes, ersatzweise Haft müber das Familiengericht.


Voraussetzung für diese Art der Zwangsvollstreckung ist ein Antrag beim Familiengericht. In diesem Fall stellt Ihre Bekannte (Kindesmutter) dann einen Antrag beim Familiengericht auf Anordnung von Ordnungsgeld gegen den Vater.


Das kann ohne Anwalt beim Familiengereicht direkt erfolgen; die Kindesmutter sollte also mit dem Beschluss des Familiengerichtes zum Familiengericht gehen, und dann dort den Antrag auf Festsetzung von Ordnungsgeld stellen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 11.07.2018 | 10:26

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