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Urlaubsunterbrechung


27.02.2007 16:03 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch



Ich habe Anfang Januar 2007 Urlaub beantragt, der auch von der Geschäftsleitung schriftlich genehmigt wurde. Mein Urlaub wäre somit vom 5 März bis zum 18 März . Ich habe heute einen Brief von meinem Vorgesetzten erhalten, dass eine Mitarbeiterschulung am 12 und 13 März stattfindet und das dies ein Pflichttermin für alle Mitarbeiter sei.

Kann mein Vorgesetzter einfach meinen Urlaub so unterbrechen?

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Sehr geehrter Fragesteller,

nein, das darf er nicht. Der Arbeitgeber darf einen einmal gewährten Urlaub im allgemeinen nicht widerrufen. Ein solcher Widerruf ist nur in wenigen Ausnahmefällen möglich (Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 14. März 2006 – 9 AZR 11/05).

Daher ist ein Widerruf des Urlaubs idR unwirksam. Ihnen steht somit der einmal gewährte Urlaub rechtlich zu.

Sie müssen jedoch folgendes beachten:
Den von Ihrem Arbeitgeber gewährten und nun widerrufenden Urlaub dürfen Sie trotzdem nicht einfach antreten. Sie müssen vielmehr mit Hilfe des Arbeistgerichts feststellen lassen, das der Widerruf rechtswidrig war und Sie daher Ihren Urlaub, so wie genehmigt, nehmen dürfen. Sollten Sie ohne Hilfe des Arbeitsgerichts Ihren Urlaub antreten, handelt es sich um eine sogenannte Selbstbeurlaubung, die eine fristlose Kündigung rechtfertigen kann.

Aktzeptieren Sie dagegen den Widerruf können Sie etwaige Kosten die Ihnen durch die Unterbrechung enstehen von Ihrem Arbeitgeber zurückverlangen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de
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