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Urlaubstage aus Vollzeitbeschäftigung vor Elternzeit nun Teilzeit

29.01.2020 13:05 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,

Ich konnte meinen Resturlaub von 6.5 Tagen Urlaub aus einer Vollzeit Tätigkeit bei meinem aktuellen Arbeitgeber vor dem Mutterschutz nicht mehr nehmen, da ich am Ende krankgeschrieben war (2018).
Nach einem Jahr (2019) war ich mit der Hälfte der Stunden in Teilzeit während der Elternzeit zurück und habe zu Ende April 20 gekündigt.
Insgesamt habe ich noch 21 Urlaubstage bis Ende April.
Mein AG drängt darauf, dass ich mir so schnell es geht den gesamten Urlaub nehme und sagt die ältesten Urlaubstage (also die aus der Vollzeit- Tätigkeit) werden zuerst verbraucht und damit sind sie weg und in Teilzeit vergütet. Fernen würden „Vollzeiturlaubstage" normalerweise schon in Vollzeit ausgezahlt, aber ich dürfe mir keinen Urlaub aufsparen bzw diese werden eh als erstes eingesetzt und somit blieben sie keinesfalls übrig.
Ich hätte gern die 6.5 Tage aus Vollzeit am Ende auch in Vollzeit ausbezahlt. Aktuell würden sie einfach in Teilzeit vergütet. Ich las man darf nun in Teilzeit nicht mehr benachteiligt werden.

1.) Habe ich ein Recht drauf, dass meine in Vollzeit erarbeiteten Urlaubstage auch nach Vollzeitgehalt bezahlt werden?
-wenn ich Urlaub nehme?
-wenn ich sie mir auszahlen lasse?
2.) Kann der AG mich zwingen, alle Urlaubstage bis Ausscheiden zu nehmen?
3.) Kann der AG festlegen, dass der Vollzeiturlaub zuerst genommen wird, weil dies die ältesten Urlaubstage sind, obwohl ich aktuell in Teilzeit arbeite und es für Urlaub aus der Elternzeit andere Abgeltungsperioden gibt?

Falls ich Anspruchauf Vollzeiturlaub= Vollzeitbezahlung hätte: wie muss ich vorgehen, um diesen Anspruch meinem AG geltend zu machen, der aktuell nicht meint mich dafür in Vollzeit vergüten zu müssen.

Vielen Dank für Ihre Zeit und Antwort.
Beste Grüße Elise

29.01.2020 | 14:24

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Entweder der Urlaub wird vorrangig in Natura genommen (dann kommt es auf Voll- oder Teilzeit nicht an, sondern nur auf die Anzahl der Urlaubstage, die genommen werden können) oder er ist abzugelten, was sich wie folgt regelt:

Kann der Urlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr gewährt werden, so ist er abzugelten, vgl. Mindesturlaubsgesetz für Arbeitnehmer (Bundesurlaubsgesetz - BurlG), § 7 Zeitpunkt, Übertragbarkeit und Abgeltung des Urlaubs.

Zur Berechnung:
Das Urlaubsentgelt bemißt sich nach dem durchschnittlichen Arbeitsverdienst, das der Arbeitnehmer in den letzten dreizehn Wochen vor dem Beginn des Urlaubs erhalten hat, mit Ausnahme des zusätzlich für Überstunden gezahlten Arbeitsverdienstes. Bei Verdiensterhöhungen nicht nur vorübergehender Natur, die während des Berechnungszeitraums oder des Urlaubs eintreten, ist von dem erhöhten Verdienst auszugehen. Verdienstkürzungen, die im Berechnungszeitraum infolge von Kurzarbeit, Arbeitsausfällen oder unverschuldeter Arbeitsversäumnis eintreten, bleiben für die Berechnung des Urlaubsentgelts außer Betracht, vgl. § 11 BUrlG .

Das bemisst sich für den sowohl noch vorhandenen Alturlaub als auch den jetzigem im aktuellen Jahr.
Schreiben Sie ihm das.

2.
Nein, grundsätzlich steht es Ihnen selbst allein zu, darüber zu entscheiden, ob Sie den Urlaub nehmen oder ob Sie ihn bei Beendigung abgelten lassen wollen.
Aber eine Ausnahme ist vertraglich möglich, wenn es eine Klausel gibt, die eine (bezahlte) Freistellung mit Verrechnung der Urlaubstage vorsieht.
Darum geht es Ihrem Arbeitnehmer jedoch wohl nicht.

3.
Nein, das geht grundsätzlich auch nicht - mit einer Einschränkung: Im Fall der Übertragung aus dem alten Jahr muss der alte Urlaub in den ersten drei Monaten des folgenden Kalenderjahrs gewährt und genommen werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

ANTWORT VON

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