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Urlaubssperre


30.06.2005 13:04 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Mein Arbeitgeber möchte von September bis einschl. Januar eine Urlaubsperre verhängen. Darf er das über einen so langen Zeitraum ? Gibt es für Urlaubssperren eine max. Dauer? Welches Gesetz.

Eine dauerhafte Urlaubssperre für die ersten beiden Wochen im Monat gibt es schon, da wir in der Buchhaltung arbeiten.

Wir sind eine Buchhaltung mit 70 Mitarbeitern.

Der Grund für die Urlaubssperre:

1 verschoben Jahresabschluß zum 30.09.05
1 Jahresabschluß zum 31.12.05

30.06.2005 | 13:37

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

zunächst vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die Rechtmäßigkeit der Urlaubsperre richtet sich nach § 7 Bundesurlaubsgesetz.

Nach § 7 Bundesurlaubsgesetz soll ein Ausgleich zwischen den Interessen der Arbeitgeber- und der Arbeitnehmerseite geschaffen werden.

Grundsätzlich hat der Arbeitgeber bei der zeitlichen Festlegung des Urlaubs die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen, es sei denn, dass ihrer Berücksichtigung dringende betriebliche Belange entgegenstehen.

Das bedeutet, dass Ihre Urlaubswünsche dann zurücktreten, wenn Ihre Anwesenheit unbedingt erforderlich ist. Inwieweit Ihre persönliche Anwesenheit wegen des Jahresabschlusses erforderlich ist, können Sie recht gut selber beurteilen. Könnten Kollegen Sie während eines Urlaubs vernünftig vertreten, dürfte aus diesem Blickwinkel nichts gegen den Urlaub sprechen.

Wenn Sie also dieses Jahr Urlaub nehmen wollen und Ihrer Ansicht nach ein Kollege Sie gut vertreten kann, dann sollten Sie Ihren Arbeitgeber mit diesen Argumenten konfrontieren. Weigert sich der Chef weiter, sollten Sie ihn in jedem Fall schriftlich um Genehmigung des Urlaubs bitten und eine Frist für die Erteilung der Erlaubnis setzen.Kommt der Arbeitgeber der Bitte um Urlaub auch dann nicht nach, hilft wohl nur noch der Weg zum Rechtsanwalt.

Sollte allerdings tatsächlich Ihre Anwesenheit erforderlich sein, dann verfällt auch nicht Ihr Urlaub mit Ablauf diesen Jahres. Dieser wird dann in das folgende Jahr übertragen. Nehmen Sie aber auf keinen Fall eigenmächtig Ihren Urlaub, da Ihnen sonst gekündigt werden kann.


Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt



Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

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