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Urlaubsregelung/Halbtagsstelle/Schulkinder


| 12.07.2006 20:31 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
bitte um Beantwortung nachfolgender Frage.
Ich bin als Halbtagskraft 20Std. wöchtenlich beschäftigt.
Mein Urlaubsanspruch beträgt 27 Tage Kalendertage/Jahr. Aufgrund meiner Beschäftigung mit Auslandskunden bin ich des öfteren gezwungen auch Urlaub außerhalb der Ferienzeiten zu nehmen. (D.h. laut Anordnung Arbeitgeber muss ich an gesetzl. Feiertagen in anderen Länder dann auch Urlaub nehmen - für dieses Jahr bereits 7 Tage) nun versuche ich den Rest meiner Urlaubstage natürlich mit meinen Kindern zu verbringen. Für dieses Jahr lag mir nun bereits ein bewilligter Urlaubsantrag für 3 Wochen Aug./Sept vor. Aufgrund personeller Veränderungen ist nun mein Vorgesetzter an mich herangetreten und hat mich gefragt ob ich eine Woche an Ihn abtreten würde, dies habe ich nun auch zugesagt mit der Bedingung das ich diese Woche dann in den Herbstferien nehmen möchte, was mir mündlich auch zugesagt wurde. Nun hat mich heute bereits meine Kollegin (Vollzeit)(ebenfalls Kinder) angesprochen, die nun aber auch die Herbstferien für sich beanspruchen will, meine Kollegin hatte aber bereits 4 Wochen in den Schulferien Urlaub. Nun hat man mir heute gesagt, ich wäre nur als Halbtagskraft beschäftigt und müsste mich mit meinen Urlaubsansprüchen hinten anstellen, (Vollzeitkräfte gehen vor) bzw. auch ausserhalb der Ferien Urlaub nehmen ??? Ist dies zulässig bzw. richtig ??
Vielen Dank.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage beantworte ich gern aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt:

Nach § 7 Abs.1 BUrlG sind bei der zeitlichen Festlegung des Urlaubs die Urlaubswünsche des Arbeitsnehmers zu berücksichtigen. Es sei denn, dass dem Urlaubswunsch des Arbeitnehmers andere dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer, die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorzug verdienen (z.B. Urlaub von Arbeitnehmer mit Kindern in der Schulferienzeit), entgegenstehen. Es sind somit immer die Arbeitgeber- und die Arbeitnehmerinteressen umfassend gegeneinander abzuwägen. Grundsätzlich besteht jedoch ein Vorrang der arbeitnehmerseitigen Urlaubsinteressen vor den betrieblichen Interessen. Dringende betriebliche Gründe stehen der Urlaubsbewilligung nur entgegen, wenn sie zu einer erheblichen betriebswirtschaftlichen Erschwerung führen.

Die Auskunft hinsichtlich der Bevorzugung der Vollzeitkraft ist unzutreffend.

Nach § 2 Abs. 1 BeschFG darf der Arbeitgeber einen teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmer nicht wegen der Teilzeit gegenüber vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmern unterschiedlich behandeln, es sei denn, daß sachliche Gründe die unterschiedliche Behandlung rechtfertigen. Das Gebot der Gleichbehandlung erstreckt sich sowohl auf einseitige Maßnahmen des Arbeitgebers als auch auf vertragliche Vereinbarungen.

Da sowohl Sie als auch die Vollzeitkraft Kinder haben und hiermit bei Ihnen Beiden ein Interesse dahingehend besteht, dass der Urlaub während der Schulferien genommen wird, besteht seitens des Arbeitsgebers kein Sachgrund für die Bevorzugung der Einen oder Anderen.

Ich hoffe, Ihre Frage hiermit hinreichend beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie ggf. die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

J.Dehe
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 12.07.2006 | 21:37

Hallo,
erst einmal vielen Dank für die schnelle und kompetente Anwort auf meine Frage. Sie haben mir bereits sehr geholfen.

Ich gehe also davon aus, dass wir beide die gleichen Ansprüche auf Urlaubszeit in den Ferien haben, bzw. es meiner Kollegin auch zumutbar ist, außerhalb der Ferien zu nehmen ?

Nochmals Danke.
LG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.07.2006 | 21:41

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Annahme ist zutreffend.

Mit freundlichen Grüßen

J. Dehe
Rechtsanwältin

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