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Urlaubsgeld einklagen

| 27.10.2012 14:23 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


07:57

Hallo,

ich habe folgendes Problem. Ich habe mit einem befristeten Arbeitsvertrag in einem zwei Mann Betrieb gearbeitet. Der Vertrag ging nur 6 Monate und fing am 7.5.2012 an.
Zu dem Zeitpunkt stand aber bereits fest das ich und meine Verlobte heiraten und wegziehen würden. Dies teilte ich auch meinem Arbeitgeber zu Beginn mit. Der Hochzeitstermin war nun aber der 1.Oktober 2012, also genau ein Monat vor ablauf des Vertrages.

Mein Chef und ich hatten ein sehr gutes, fast freundschaftliches Verhältniss so das ich mir keine Sorgen machte. Im ganzen Hochzeitsstress habe ich nun aber vergessen eine schriftliche Kündigung abzugeben, zudem war das Arbeitsverhältnis unter Kenntniss des vorstehenden Hochzeitstermines und des Wegzuges bekannt gewesen.

Jetzt habe ich das Problem das mein Chef mir für die 5 Monate (2 Urlaubstage pro Monat x 5 = 10 Werktage) in denen ich bei ihm gearbeitet habe kein Urlaubsgeld zahlen möchte und auch plötzlich nichts von einer mündlichen Kündigung meinerseits wissen will. Er sagt das ich einfach nicht mehr zur Arbeit gekommen sei und fertig.

Den Urlaub hätte ich innerhalb der Zeit nehmen sollen, auszahlen wird er ihn auf keinen Fall, so sein Wortlaut.

Bitte sagen sie mir ob ich rechtlich etwas machen kann, es geht schließlich um 800 Euro (Netto) die mir noch zustehen


Was soll ich tun ???

27.10.2012 | 14:55

Antwort

von


(1749)
Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Nach § 5 BUrlG (Bundesurlaubsgesetz) gilt:

Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitnehmer

a)
für Zeiten eines Kalenderjahrs, für die er wegen Nichterfüllung der Wartezeit in diesem Kalenderjahr keinen vollen Urlaubsanspruch erwirbt;

b)
wenn er vor erfüllter Wartezeit aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet;

c)
wenn er nach erfüllter Wartezeit in der ersten Hälfte eines Kalenderjahrs aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet.

Dieses wäre bei Ihnen der Fall.

Kann der Urlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr gewährt werden, so ist er abzugelten.

Das Urlaubsentgelt bemisst sich nach dem durchschnittlichen Arbeitsverdienst, das der Arbeitnehmer in den letzten dreizehn Wochen vor dem Beginn des Urlaubs erhalten hat, mit Ausnahme des zusätzlich für Überstunden gezahlten Arbeitsverdienstes.

Zu Ihrem Fall:

Das Problem besteht hier meines Erachtens nicht darin, dass Ihnen kein Urlaubsabgeltung zusteht, sondern, dass Sie einen Monat nicht gearbeitet haben.
Dafür wird Ihnen kein Lohn zustehen, da mündliche Kündigungen formwidrig und damit unwirksam sind.

Ihr ehemaliger Chef könnte somit die Aufrechnung erklären - Verrechnung Lohn gegen Urlaubsabgeltung. Letztere steht Ihnen aber jedenfalls zu. Ihr Chef darf nur den Lohn verweigern - für den letzten Monat.

Es müsste dann nach den obigen Grundsätzen ausgerechnet werden, ob der eine Monatslohn höher ist oder das anteilige Urlaubsentgelt bzw. die -abgeltung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Rückfrage vom Fragesteller 28.10.2012 | 00:50

Vielen Dank für ihre Antwort,

aber ich möchte ja auch gar keinen Lohn für den letzten Monat, ich habe ja schließlich auch nicht in dieser Zeit gearbeitet.

Was ich wissen wollte war ob es sich lohnt mein Recht auf Auszahlung meines Urlaubes einzuklagen durch einen Anwalt oder ob ich es lieber lassen soll weil die Chancen dafür schlecht stehen.

mein Durchschnittlicher Lohn war ca. 1700 Euro, das Urlaubsentgelt für die 10 Urlaubstage betragen laut meiner Rechnung 800 Euro...

Was ist ihre empfehlung für mein weiteres Vorgehen?
Einklagen oder lassen?

vielen Dank für ihre Antwort.

grüße Amiri

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 28.10.2012 | 07:57

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

wenn Sie keine Lohn für den letzten Monat erhalten haben, dann macht es hier schon Sinn weiter vorzugehen, denn die oben erwähnte Urlaubsabgeltung steht Ihnen nach meiner ersten Einschätzung zu.

Sie sollten einen Anwalt vor Ort aufsuchen, wobei vielleicht auch schon ein anwaltliches Schreiben zum Erfolg führen kann.

Ich hoffe, Ihnen damit gedient zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 29.10.2012 | 11:34

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vielen Dank nochmal


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