Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Urlaubsgeld 123

| 28. Juli 2022 19:31 |
Preis: 51,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


11:48

Als Rentner fahre ich in Teilzeit Taxi für 80 Stunden pro Monat. Meine Frage: wie wird das Urlaubsgeld korrekt berechnet? Ich gehe davon aus, bzw. habe recherchiert, dass der Monatsverdienst der letzten drei Monate geteilt durch 60 das täglich zu zahlende Geld ergibt. Stimmt das? Der Arbeitsvertrag ist ein Musterformular vom GVN (Gesamtverband Verkehrsbetriebe Niedersachsen). Urlaubsanspruch 24 Tage. „Für die Arbeitszeit ist § 21 a Arbeitszeitgesetz maßgebend."

28. Juli 2022 | 20:26

Antwort

von


(27)
Beethovenstr. 2
25524 Itzehoe
Tel: 04821-156262
Web: https://www.kanzlei-doll.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Berechnung des Urlaubsentgelts erfolgt nach Par. 11 BUrlG. Korrekt ist:

Es wird zunächst ermittelt, welche Entgeltzahlungen (ohne Überstundenvergütung) Sie in den 13 Wochen vor Urlaubsantritt erhalten haben.

Sodann wird ermittelt, an wie vielen Tagen Sie in diesen 13 Wochen vertragsgemäß hätten arbeiten müssen. Angenommen, Sie würden an fünf Tagen (Montag bis Freitag) in der Woche arbeiten, dann wird gezählt, wieviele dieser Tage in den 13 Wochen lagen, Feiertage und Krankheitstage werden mitgezählt.

Dann wird das für einen Urlaubstag maßgebliche Urlaubsentgelt ermittelt, indem die Summe der gezahlten Vergütung durch die Arbeitstage geteilt wird.

Da der gesetzliche Urlaubsanspruch auf 24 Werktage lautet, wird der werktägliche Anspruch auf Basis der 6 von 7 Tagen die Woche ermittelt, also die arbeitsfreien Sonntage gestrichen. Das ist eine vereinfachende Berechnung, die durchaus zu einem anderen Ergebnis führen kann.

Ebenso ist die von Ihnen geschilderte Berechnung mit 60 Tagen in 3 Monaten eine vereinfachende Berechnung für die 5-Tage-Woche, die korrekt sein kann, aber eben nicht muss. Auch hieraus können sich Abweichungen ergeben, die Vor- oder auch Nachteil sein können.

Die sich aus der korrekten Stichtagsbetrachtung ergebene Berechnung führt auch nicht immer zum gleichen Ergebnis, ein Urlaubstag kann so unterschiedliche hohe Urlaubsentgelte nach sich ziehen. Das ist von Gesetzgeber so gewollt und soll sich langfristig ausgleichen.

Vor diesem Hintergrund kann man auch 3 Monate durch 60 Tage als "vertretbar" hinnehmen, auch wenn es sicher nicht korrekt ist.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Sönke Doll
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 29. Juli 2022 | 11:06

Sehr geehrter Herr Doll,

ganz herzlichen Dank für die schnelle Antwort. Hier wären meine Zusatzfragen:

Die Berechnung des Urlaubsentgelts erfolgt nach Par. 11 BUrlG. Korrekt ist:

Es wird zunächst ermittelt, welche Entgeltzahlungen (ohne Überstundenvergütung) Sie in den 13 Wochen vor Urlaubsantritt erhalten haben.
Mein Verdienst betrug von Mai bis Juli € 3.511,86

Sodann wird ermittelt, an wie vielen Tagen Sie in diesen 13 Wochen vertragsgemäß hätten arbeiten müssen.
Es sind keine festen Arbeitstage vereinbart, sondern „80 Stunden/Monat". In der Praxis besteht die Abmachung, dass ich Mi., Do. und Fr. arbeite und ca. alle 6 Wochen am Wochenende. Bei Bedarf springe ich auch an anderen Tagen ein.

Angenommen, Sie würden an fünf Tagen (Montag bis Freitag) in der Woche arbeiten, dann wird gezählt, wie viele dieser Tage in den 13 Wochen lagen, Feiertage und Krankheitstage werden mitgezählt.
Ich hatte von Mai bis Juli an 52 Tagen Dienst und habe 314,26 Stunden gearbeitet, anstatt der vertraglichen 240 Stunden. Also 74,26 Stunden mehr.

Dann wird das für einen Urlaubstag maßgebliche Urlaubsentgelt ermittelt, indem die Summe der gezahlten Vergütung durch die Arbeitstage (?) geteilt wird.
Vermutlich durch die Arbeitstage der Wochen und nicht durch die Tage an denen ich gearbeitet hatte, oder? Ich arbeite in Teilzeit.

Da der gesetzliche Urlaubsanspruch auf 24 Werktage lautet, wird der werktägliche Anspruch auf Basis der 6 von 7 Tagen die Woche ermittelt, also die arbeitsfreien Sonntage gestrichen. Das ist eine vereinfachende Berechnung, die durchaus zu einem anderen Ergebnis führen kann.
Demnach wäre der Verdienst durch 78 Tage zu teilen (13 Wochen x 6).
Das ergäbe einen Anspruch in Höhe von € 45,02 pro Urlaubstag.
Oder, bei Teilung durch gearbeitete Tage von € 67,54. Das kann ich mir aber nicht vorstellen, denn bei den als Urlaub definierten Tagen zählen ja auch die mit, an denen ich eh nicht gearbeitet hätte.

Ebenso ist die von Ihnen geschilderte Berechnung mit 60 Tagen in 3 Monaten eine vereinfachende Berechnung für die 5-Tage-Woche, die korrekt sein kann, aber eben nicht muss. Auch hieraus können sich Abweichungen ergeben, die Vor- oder auch Nachteil sein können.

Die sich aus der korrekten Stichtagsbetrachtung ergebene Berechnung führt auch nicht immer zum gleichen Ergebnis, ein Urlaubstag kann so unterschiedliche hohe Urlaubsentgelte nach sich ziehen. Das ist von Gesetzgeber so gewollt und soll sich langfristig ausgleichen.

Vor diesem Hintergrund kann man auch 3 Monate durch 60 Tage als "vertretbar" hinnehmen, auch wenn es sicher nicht korrekt ist.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichem Gruß

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 29. Juli 2022 | 11:48

Leider werden wir Ihre Anfrage so abstrakt nicht endgültig klären können.

Wenn Sie mehr gearbeitet haben, als vertraglich vereinbart (und auch tatsächlich längerfristig gelebt wird), dann sind das Überstunden, die nicht berücksichtigt werden.

Mit der erfragten Berechnung ermitteln wir nur das Entgelt für den Urlaubstag. Wenn Sie im Schnitt 4 Tage pro Woche arbeiten, dann haben Sie (bei 4 Wochen Jahresurlaub) nur 16 "Arbeitstage" Urlaub. Die mit 67,54 EUR vergütet, ergeben 1.080,64 EUR. Wenn Sie hingegen den Verdienst aus Vereinfachungsgründen auf die Werktage umrechnen, was 45,02 EUR ergibt (ich habe Ihre Zahlen nicht nachgerechnet), dann wären diese aber mit 24 Werktagen (4 Wochen x 6 Tag) Urlaubsanspruch zu multiplizieren, was ebenfalls 1.080,48 EUR macht. Ja, da ist kein Unterschied.

Ich hoffe, das klärt Ihre Nachfragen.

Bewertung des Fragestellers 30. Juli 2022 | 13:18

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Ein fantastisches Portal. In kürzester Zeit hatte ich eine kompetente Antwort. Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Sehr zu empfehlen!!Sehr

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Sönke Doll »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 30. Juli 2022
5/5,0

Ein fantastisches Portal. In kürzester Zeit hatte ich eine kompetente Antwort. Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Sehr zu empfehlen!!Sehr


ANTWORT VON

(27)

Beethovenstr. 2
25524 Itzehoe
Tel: 04821-156262
Web: https://www.kanzlei-doll.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Fachanwalt Arbeitsrecht, Kündigungsschutzrecht, Arbeitsrecht, Datenschutzrecht, Zivilrecht