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Urlaubsgeld, Urlaubstage

| 09.07.2016 20:09 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Daniela Désirée Fritsch


Hallo
Ich war seit 2009 als PTA in einer öffentlichen Apotheke tätig. Zum 30.06.2016 habe ich gekündigt unter Einhaltung der gesetzl. Kündigungsfrist. Meine Urlaubstage wurden somit für ein nur halbes Jahr neu berechnet und man stellte fest, dass ich genau die Hälfte schon genommen hatte von Jan. 2016 bis 30. 6 2016. Ist das recht so? Oder hätte mir der ganze Jahresurlaub von 30 Tagen zugestanden?
Nun die 2. Frage. Ich habe meine Abrechnung für Juni 2016 bekommen und kein Urlaubsgeld wie in den Jahren zuvor.
In meinem Arbeitsvertrag steht: Der AN erhält für jeden vollen Monat der Betriebszugehörigkeit 1/12 seines monatl. Bruttogehaltes, höchstens 1 Monatsgehalt als jährl. Sonderzahlung. Diese Sonderzahl. wird zur Hälfte zum 30.06. und zur Hälfte zum 30.11. des lauf. Kalenderjahres ausgezahlt. Der AN erkennt an, dass die Sonderzahlung freiwillig gezahlt wird und hierauf auch nach wiederholter Zahlung kein Rechtsanspruch erwächst. Der Anspruch auf die Sonderzahlung ist ausgeschlossen, wenn das Arbeitsverhältnis im Zeitpunkt der Auszahlung oder bis zum 31.12. von einem der Vertragsteilen gekündigt wird. Heisst das wenn ich erst im Juli gekündigt hätte, wären mir das Geld ausgezahlt geworden?
Viele Grüße

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihnen die beiden Teilaspekte Ihrer Anfrage wie folgt:

1.
Die Berechnung Ihres Urlaubsanspruches ist korrekt. § 5 Bundesurlaubsgesetz regelt hierzu:

"Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitnehmer [...] wenn er nach erfüllter Wartezeit in der ersten Hälfte eines Kalenderjahrs aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet."

Sie haben demit in der Tat nur Anspruch auf den halben Jahrsurlaub. Der volle Urlaubsanspruch hätte erst ab dem 01.07. bestanden.

2.
Bezüglich der Gratifikationszahlung gilt entsprechend Dasselbe. Da der Auszahlungsanspruch am 30.06. ensteht, das Arbeitsverhältnis sich zu diesem Zeitpunkt aber bereits in der Kündigungsfrist befand, bestand es zu diesem Zeitpunkt gerade eben nicht "ungekündigt" fort.
Bei einem Ausspruch der Kündigung ab dem 01.07. wäre der Anspruch auf Urlaubsgeld also entstanden.

Ich hoffe, dass ich Ihnen hiermit weitergeholfen habe und stehe Ihnen für Rückfragen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 09.07.2016 | 22:13

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