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Urlaubsanspruch - wie viel Stunden?


| 31.01.2018 15:30 |
Preis: 58,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich arbeite als Koch in einem Restaurant.

In den Monaten Januar, Februar und März beträgt die monatliche Arbeitszeit 120 Stunden.
Von April bis Dezember beträgt die monatliche Arbeitszeit 176 Stunden.
Ich habe eine 5 Tage Arbeitswoche und einen Urlaubsanspruch von 24 Tagen.

Meistens ist es nicht möglich, den den Urlaubsanspruch von 24 Tagen in dem selben Jahr zu nehmen.

Ich hatte im November 2017 10 Urlaubstage in Anspruch genommen. Ein Urlaubstag wurde mit 8 Stunden vergütet.

Jetzt im Januar 2018 hatte ich 5 Urlaubstage genommen, die allerdings nur mit 6 Stunden pro Urlaubstag berechnet wurden.

Würde ich meinen gesamten Urlaub in den Monaten von April bis Dezember nehmen, dann komme ich auf 192 Stunden. (192xca.10€=1920€)

Wenn ich meinen Urlaub aus dem Vorjahr von Januar bis März nehme, dann komme ich nur auf
144 Stunden. (144xca.10€=1440€)

Ich würde dann ca. 480€ weniger verdienen.

Meine Frage ist nun: Ist das vom Arbeitgeber so richtig mit 6 Stunden pro Tag oder muss der Urlaub in den Monaten Januar bis März auch mit 8 Stunden vergütet werden?

Es geht immer um den Urlaubsanspruch aus dem vergangenen Jahr.

Vielen Dank im Voraus.
31.01.2018 | 18:39

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Anrechnung von 6 Stunden täglich ist grundsätzlich richtig, denn der so genannte Zeitfaktor berechnet sich nach der Anzahl der Stunden, die der Arbeitnehmer im Zeitraum des Urlaubs tatsächlich gearbeitet hätte. Nur wenn dies zu Ungleichbehandlungen zwischen den Mitarbeitern führen würde, weil andere Arbeitnehmer überwiegend in der Nebensaison Urlaub nehmen, kann die Anrechnung des Zeitfaktors auch auf der Basis der durchschnittlichen regelmäßigen Arbeitszeit im Jahr (bei Ihnen 7,5 Stunden pro Tag) erfolgen.

Vom Zeitfaktors ist allerdings streng der der Vergütungsanspruch während des Urlaubs zu trennen. Dies regelt § 11 Absatz 1 BUrlG wie folgt: "Das Urlaubsentgelt bemißt sich nach dem durchschnittlichen Arbeitsverdienst, das der Arbeitnehmer in den letzten dreizehn Wochen vor dem Beginn des Urlaubs erhalten hat."

Insofern darf der Arbeitgeber hier nicht die 6 Stunden pro Tag vergüten, sondern muss den durchschnittlichen Tagessatz der letzten 13 Wochen zu Grunde legen. Abhängig davon, wann genau Sie im Januar Urlaub genommen haben, müsste also ein Tagessatz von etwa 7,5 Stunden vergütet werden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

Bewertung des Fragestellers 31.01.2018 | 18:57


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