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Urlaubsanspruch vor Mutterschutz


02.07.2005 18:05 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Hallo,

ich werde Anfang Oktober in den Mutterschutz gehen. Für dieses Jahr stehen mir insgesamt 30 Urlaubstage nach meinem Arbeitsvertrag zur Verfügung. Von diesen 30 Urlaubstagen sind 10 Tage bereits beansprucht. Die restlichen 20 Tage würde ich gerne vor meinem Mutterschutz in Anspruch nehmen. Diesen Wunsch hab ich meinem Vorgesetzten bereits im Mai mündlich mitgeteilt.

Nachdem ich dieses Thema nun letzte Woche nochmal angesprochen habe, wurde mir mitgeteilt, dass erst ein Ersatz für mich gefunden werden muss, den ich noch einlernen soll, bevor ich einen Urlaubsantrag unterschrieben bekomme. Der Ersatz wird erst jetzt gesucht, obwohl mein Arbeitgeber bereits seit Mitte April von der Schwangerschaft weiß.

Habe ich einen Anspruch auf meine restlichen Urlaubstage, da ich den Urlaub nicht ausbezahlen lassen, sondern wirklich in Anspruch nehmen möchte? Wie ist die Rechtslage für mich, welche Schritte muss ich einleiten bzw. auf wieviel Tage Urlaub hat man als Arbeitnehmer ein Anrecht? Kann ich von meinem Arbeitgeber eine kurzfristige Übergangslösung verlangen --> z.B. ein anderer Kollege bzw. mein Vorgesetzter muss meine Aufgaben übernehmen, bis ein Ersatz gefunden wurde?

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Sehr geehrte Ratsuchende,

Sie schreiben, dass nach dem Arbeitsvertrag 30 Urlaubstage vereinbart worden sind. Diese 30 Tage (die mehr als die gesetzliche Lösung darstellen) stehen Ihnen dann auch zu, ohne dass es darüber Streit geben kann.

Dieser (Rest-)Urlaub von 20 Tagen ist vom Arbeitgeber auch zu gewähren, sofern der Wunsch rechtzeitig angekündigt und keine betriebliche Belange entgegen stehen.

Vom Ersten kann man ausgehen, da Sie bereits im Mai den Wunsch angemeldet haben.

Aber auch betriebliche Belange können in Ihrem Fall dem Urlaubswunsch nicht entgegenstehen.

Es ist bei der rechtzeitigen Meldung in der Tat nicht nachvollziehbar, dass erst nun eine Ersatzkarft gesucht werden soll. Wenn der Arbeitgeber dieses solange herauszögert, kann dass bei Abwägung der beiderseitigen Belange nicht zu Ihren Lasten gehen.

Sofern tatsächlich auch noch Kollegen die Arbeit (mit-)übernehmen könnte, sollten Sie daher auf den Urlaub bestehen.

Gewährt der AG diesen nicht, dürfen Sie aber nicht den Fehler begehen, einfach zu Hause zu bleiben, da dieses dann als unentschuldigtes Fernbleiben sogar einen Kündigungsgrund darstellen kann. - Es bleibt Ihnen dann wirklich nichts anderes übrig, als der Gang vor das Arbeitsgericht mit der Feststellung, dass Sie von ... bis ... den berechtigten Urlaubsanspruch nehmen dürfen.

Nun weiß ich nicht, ob bei Ihnen ggfs. ein Betreibsrat besteht; sollte dieses der Fall sein, schalten Sie ihn sofort ein; ggfs. auch die Gewerkschaft, wenn Sie einer angehören, um die ansonsten notwendige gerichtliche Auseinandersetzung zu vermeiden.

Vielleicht reicht es auch schon aus, diese Antwort auszudrucken und dann nochmals mit dem Vorgesetzten, der sich hier ins Unrecht setzt, zu sprechen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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