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Urlaubsanspruch nach Kündigung und Krankheit

03.08.2007 17:49 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe 2 JAhre und 2 Wochen in einer Firma gearbeitet, zuerst vom 18.07.05 bis 31.07.06 über Zeitarbeit in dieser Funktion, danach war ich angestellt mit einem befristeten Vertrag, vom 01.08.06 bis 31.07.07 (1 jahres Vertrag). Am 14.06.07 teilte man mir mit das mein Vertrag in keiner weise verlängert wird. Seit dem 19.06.07 bin ich erkrankt, wahrscheinlich auch noch den gesamten August durch. Ich habe noch Anspruch auf Urlaub, 7 Tage konnte ich nicht nehmen,durch die Krankheit, muss die Firma diesen mir auszahlen. Für eine Antwort, eventuell mit Gesetzesverweis wäre ich dankbar.

Einen schönen Tag noch,
mit freundlichen Grüßen.

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch einen Anwalt / Anwältin ersetzen kann.

Die rechtliche Beurteilung kann unter Umständen anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen, wenn bestimmte Angaben hinzugefügt oder weggelassen werden.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben, wie folgt:

Sollten Sie aufgrund Ihrer Erkrankung den noch vorhandenen Urlaub nicht mehr nehmen können, so haben Sie nach § 7 Abs. 4 BUrlG einen Abgeltungsanspruch gegenüber Ihrem Arbeitgeber.

Zu beachten ist, dass der Abgeltungsanspruch erfüllbar sein muss. Dies bedeutet, dass der Urlaubsanspruch noch erfüllt werden könnte, wenn das Arbeitsverhältnis weiter bestünde. An einer Erfüllbarkeit fehlt es jedoch, wenn der Arbeitnehmer fortdauernd bis zum Ende des Urlaubsjahres und des Übertragungszeitraums arbeitsunfähig erkrankt ist (BAG DB 1995, 1287). Sollten Sie nur bis Ende August arbeitsunfähig sein, ist der Abgeltungsanspruch in jedem Fall erfüllbar.

Der Anspruch auf Abgeltung des Urlaubs ist befristet. Dies bedeutet, um den Anspruch nicht zu verlieren müssen Sie Ihren Arbeitgeber bis spätestens Ende des Urlaubsjahres in Verzug setzen müssen. Darüber hinaus sollten Sie Ihren Arbeitsvertrag dahingehend überprüfen, ob dieser Ausschlussfristen für eine Geltendmachung eines Abgeltungsanspruchs vorsieht. Sollte dem so sein, wären diese Fristen einzuhalten.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit der Antwort weiterhelfen. Sollten Sie noch weiteren Klärungsbedarf haben, nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.

Mit freundlichen Grüßen

Christopher Tuillier
Rechtsanwalt


info@rechtsanwalt-tuillier.de
www.rechtsanwalt-tuillier.de

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