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Urlaubsanspruch nach Kündigung in der Probezeit

| 30.08.2018 21:13 |
Preis: 51,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin seit dem 01.03.2018 in meinem Arbeitsverhältnis. Meine Probezeit geht bis zum 30.08.2018 und ich hab am 28.08.2018 mit einer Frist von vier Wochen zum Monatsende gekündigt. Das bedeutet das Arbeitsverhältnis endet zum 30.September. Urlaubstage sind laut Vertrag 25 im Jahr. Aufgrund meines Eintrittes zum 01.03.2018 also 21 Tage für dieses Jahr. Ich habe während meiner Probezeit einen Tag Urlaub genommen. Im Vertrag steht nichts zur 1/12 Regelung.

Jetzt steht die Frage im Raum ob ich
-nach sieben Monaten Betreibszugehörigkeit
-einem Ausscheiden im zweiten Kalenderhalbjahr
-Entweder restliche 20 Urlaubstage habe
-oder nur anteilig 13,5.

Viel Dank für Ihre Hilfe
Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrte Ratsuchende,

lassen Sie mich Ihre Frage wie folgt beantworten.

Ich unterstelle, dass Ihre Angaben zum Ende der Probzeit (30.08. und nicht 31.08.) und zum Nichtvorhandensein einer vertraglichen Regelung zu anteiligem Urlaub richtig sind. Andernfalls könnte Ihr Arbeitgeber Ihnen noch morgen mit zweiwöchiger Kündigungsfrist kündigen und Sie hätten nur Anspruch auf Urlaub für sechs Monate [gerundet 12 Tage Resturlaub].

"[...] ob ich
-nach sieben Monaten Betreibszugehörigkeit
-einem Ausscheiden im zweiten Kalenderhalbjahr
-Entweder restliche 20 Urlaubstage habe
-oder nur anteilig 13,5."

Mangels vertraglicher Regelung gilt das Bundesurlaubsgesetz (BUrlG).

§ 4 BUrlG: "Der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben."
D.h. § 5 BUrlG über den Teilurlaub findet keine Anwendung.

> Das bedeutet, Sie haben mit Beginn des 01.09. Anspruch auf den vollen Urlaub, abzüglich des einen Tages also noch 20 Tage Urlaub, nicht nur 13,58 [=14].

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 30.08.2018 | 22:17

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