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Urlaubsanspruch nach Kündigung durch Arbeitnehmer 2. Jahreshälfte

| 01.09.2014 21:33 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Zusammenfassung:

Voller Urlaubsanspruch auch nach Kündigung

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte gern folgendes wissen:

Hier erst mal die Fakten:

1. Ich habe mein Arbeitverhältnis bei meinem derzeitigen Arbeitgeber auf den 15.09.2014
gekündigt.
2. Ich arbeite seit ca. 2,5 Jahre bei ihm.
3. Ich hatte dieses Jahr schon 22 Tage Urlaub.
4. Eine 12tel Regelung ist im Arbeitsvertrag nicht ersichtlich.
5. Der Urlaubsanspruch von 30 Tagen ist im Vertrag nicht Niedergeschrieben ist aber auf
dem Lohnzettel ersichtlich.
6. Der Beruf den ich Ausübe: Verkaufsberater im Außendienst in der Baustoff Branche.
7. Im Vertrag steht das die gesetzlichen Vorschriften gelten.

Hier jetzt meine Frage:

Steht mir der Resturlaub von 8 Tagen noch vor Beendigung des Arbeitverhältnis zu?

Mein Arbeitgeber meint jetzt das ich nur 20 Tage Urlaub hätte und ich den Rest nicht nehmen darf, das ist aber meiner Meinung nach Falsch.

Ich bitte sie, mir eine Verbindliche Antwort zu senden.


Vielen Dank schon mal im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
T. Hasenfratz

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die gesetzlichen Regelungen den Urlaubsanspruch betreffend, sind im Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) geregelt.

Gemäß § 3 Abs. 1 BUrlG stehen Ihnen mindesten 24 Werktage (Samstag wird als Werktag gerechnet) als Erholungsurlaub zu.

Die von Ihnen angesprochene 12-tel Regelung ist in § 5 BUrlG geregelt. Diese Vorschrift bezieht sich jedoch nur auf Zeiträume des Jahres der Arbeitsaufnahme. Dies ergibt sich aus dem Zusammenhang der Alternativen a)-c) in § 5 Abs. 1 BUrlG welche sich sämtlich auf die 6-monatige Wartezeit (häufig gleicher Zeitraum wie die Probezeit) gemäß § 4 BUrlG beziehen. Da Sie bereits im dritten Jahr bei Ihrem Arbeitgeber angestellt sind gilt diese Norm für Sie nicht (mehr).

Um Ihre Frage abschließend zu beantworten:

Der Urlaubsanspruch bleibt auch bei einer Kündigung vollständig erhalten. Der Urlaubsanspruch kann nicht wegen einer Kündigung anteilig auf das Jahr gekürzt werden. Die Erhaltung der Gesundheit stellt ein hohes Gut dar und wird daher vom Gesetzgeber mit allen Mitteln unterstützt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bitte beachten Sie die Bewertungsfunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Winter, Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 01.09.2014 | 22:47

Hallo Herr Winter,

Vielen Dank für ihre Antwort.

Habe ich sie Richtig Verstanden, dass ich bis zum 15.09.2014 den vollen Urlaub, also die 30 Tage, nehmen darf?

Mein Arbeitgeber muss die restlichen 8 Tage also bewilligen ohne wenn und aber, ist das Richtig?

Was kann ich tun wenn sich mein Arbeitgeber weigert?


Vielen Dank schon mal für ihre Kompetent Antwort.


Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 01.09.2014 | 23:01

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie haben richtig verstanden. Bis zum 15.09.2014 haben Sie Anspruch auf Ihren kompletten Jahresurlaub. Ihr Arbeitgeber muss Ihren Resturlaub bewilligen.

Sollte Ihr Arbeitgeber den Urlaub willkürlich verweigern müssen Sie im äußersten Fall den Rechtsweg beschreiten.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Winter
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 01.09.2014 | 22:48

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Vielen Dank für die Kurze Antwort.
Hat mir sehr geholfen.
Ich hoffe das es auch anderne Helfen kann.

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Stellungnahme vom Anwalt:

Die Antwort beinhaltete alle rechtlich relevanten Informationen zu der Frage. Inwiefern daher gerade bei der Ausführlichkeit Abstriche gemacht wurden erschließt sich nicht.