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Urlaubsanspruch nach AN Kündigung

19.08.2018 15:58 |
Preis: 51,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


Ein Mitarbeiter hat am 31.05.2018 zum 30.06.2018 gekündigt. Sich gleichzeitig krank schreiben lassen. Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vom 28.05.-30.06.2018. Ab 01.07.2018 hat er bei einem neuen Arbeitgeber angefangen. Lohnfortzahlung während des gesamten Zeitraumes wurde von uns gezahlt.
Am 30.05.2018 hat er nochmal neue Arbeitsbekleidung bekommen, die er behalten hat.
Er konnte seine 6 Tage Resturlaub nicht mehr nehmen.
Am 17.08.2018 hat er über eine SMS an den Chef die Auszahlung seines Resturlaubes verlangt. (angeblich nach Prüfung seines Lohnscheines, der ja schon am 28.06.2018 an ihn versandt wurde)
Gleichzeitig verlangt er ein Arbeitszeugnis.

Frage 1: Sind wir verpflichtet die 6 Tage auszubezahlen? Er hätte sich ja auch gesundschreiben lassen können, es ist ja ersichtlich, dass er wegen der Kündigung und dem Jobwechsel die Krankschreibung erwirkt hat.

Frage 2: Er hat die Arbeitsbekleidung Wert 120 Euro noch angenommen, obwohl er am nächsten Tag dann die Kündigung gebracht hat. Können wir das irgendetwas zurückfordern?

Frage 2: Können wir im Arbeitszeugnis vermerken...?
a) Herr X verlässt auf eigenen Wunsch das Unternehmen. Die am 30.05.2018 neu überlassene Arbeitsbekleidung kam leider krankheitsbedingt nicht mehr zum Einsatz. Wir wünschen Ihnen gute Besserung und viel Erfolg auf dem weiteren Berufsweg.

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Guten Tag,

ich beantworte Ihre Anfrage auf der Grundlage der dazu mitgeteilten Informationen wie folgt:

Frage 1: Da dem AN Resturlaub zustand und dieser nicht genommen werden konnte, ist er abzugelten.
Ihre Argumentation beruht auf reiner Spekulation, denn Sie müssten im Streitfall nachweisen, dass die Erkrankung lediglich vorgetäuscht war.

Da eine Krankschreibung eines Arztes vorliegt, und dieser Arzt als Zeuge sicher nicht bekunden wird, es habe sich um eine wahrheitswidrige Gefälligkeitsbescheinigung gehandelt, und jetzt eine Untersuchung durch den Medizinischen Dienst nichts mehr über eine Erkrankung Ende Juni aussagen kann, werden Sie diesen Nachweis schwerlich erbringen können. Ich sehe da jedenfalls keinerlei Erfolgsaussichten.

Frage 2: Sie haben gegen den Ex-MA einen Anspruch auf Herausgabe der Arbeitskleidung und müssen diesen, ggf. auch innerhalb einer vertraglich vereinbarten Ausschlussfrist, gegen den Ex-AN geltend machen, notfalls auch gerichtlich. Die Urlaubsabgeltung können Sie bis zur Herausgabe zurückbehalten.

Frage 3: Die von Ihnen vorgesehene Klausel widerspricht dem Grundsatz eines wohlwollenden Zeugnisses und wird bei entsprechender Anfechtung seitens des Ex-AN vom Arbeitsgericht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit für unzulässig erklärt werden.

Dass Sie sich über Ihren Ex-AN ärgern, ist nachvollziehbar. Gleichwohl sollten Sie bei der Abwicklung der Ansprüche die notwendige Sachlichkeit bewahren.

Mit freundlichen Grüßen

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