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Urlaubsanspruch bei vorübergehender Mehrarbeit

22.01.2014 18:11 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Es geht um die Berechnung eines Urlaubsanspruchs bei geringfügig Beschäftigten.

Hallo,

ich habe in meinem Gastro- und Hotelbetrieb 2 Mitarbeiterinnen eingestellt auf MidiJob-Basis.
Eine im Service, eine als Küchenhilfe.
Arbeitsvertrag bzw. vereinbarte Arbeitszeiten liegen nicht vor, da mir noch die Erfahrungswerte fehlten, sie arbeiten beide bei entsprechendem Bedarf, das ist oft schwankend, ausgezahlt werden jeweils die gearbeiteten Stunden.
Beide haben mir Oktober angeboten, die Hotelzimmer mit zu reinigen, da ich das Zimmermädchen kündigen musste. Dies solange, bis ich Ersatz gefunden habe.
Leider musste ich den Betrieb nun aufgeben.
Nun fordert die Küchenhilfe für diese Arbeitszeiten (sowie für erhöhten Einsatz in der Küche für 3 Wochen wegen Mehrarbeit aufgrund von Krankheit einer Vollzeitkraft) auch einen Urlaubsanspruch. M.E. ist das vorübergehende Mehrarbeit und somit nicht in die Urlaubsberechnung mit einzufließen. Ist das korrekt?
Bin ich in der Beweispflicht, dass das nur vorübergehend ist. Die andere Kraft würde mir das jederzeit bestätigen da der Vorschlag auch von ihr kam.

22.01.2014 | 22:32

Antwort

von


(175)
Ginsterweg 1D
31582 Nienburg
Tel: 05021-6071434
Tel: 0160-91019085
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Grundsätzlich ist es natürlich rechtlich sicherer, wenn im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses schriftliche Arbeitsverträge abgeschlossen werden. Eine Schriftform ist für Arbeitsverträge nicht vorgeschrieben, sie dient lediglich Beweiszwecken, so dass ein mündlich abgeschlossener Arbeitsvertrag grundsätzlich wirksam ist. Der Arbeitsvertrag begründet Pflichten gemäß § 611 BGB: Vertragstypische Pflichten beim Dienstvertrag i. V. m. Arbeitsvertrag.

Eine abschließende Beurteilung ist ohne die Kenntnis der mündlichen Abreden schwierig. Da es keine Vereinbarung gibt, die sich explizit auf die Dauer des Urlaubs bezieht, dürfte die gesetzliche Regelung gelten. Hiernach hat der Arbeitnehmer grundsätzlich Anspruch auf mindestens 24 Werktage Urlaub im Jahr, vgl. § 3 BUrlG: Dauer des Urlaubs , wenn nicht gerade eine betriebliche Übung bestand, dass regelmäßig viel mehr Jahresurlaub gewährt wird.

Nun kommt es darauf an, welche Tage in der Woche die Arbeitskraft gearbeitet hat und wie viele Werktage eine Arbeitswoche in Ihrer Branche hat. Diese Angaben fehlen leider. Mal angenommen die geringfügig beschäftigte Arbeitskraft würde an drei Tagen in einer Woche mit sechs Arbeitstagen arbeiten, dann ergäbe ich bei einem Jahresurlaub von 24 Werktagen ein Urlaubsanspruch von 12 Tagen. Der volle Anspruch auf Jahresurlaub tritt erst nach sechs Monaten ein.

Ich kann derzeit noch nicht nachvollziehen, wie die Arbeitskraft ihren Urlaubsanspruch geltend macht. Sie mussten den Betrieb doch aufgeben. Meinen Sie vielleicht die Urlaubsabgeltung?

Jedenfalls kommt es bei der Berechnung des Urlaubsanspruchs nicht auf die tägliche Anzahl der zu arbeitenden Stunden, sondern grundsätzlich auf die Anzahl der Arbeitstage in der Woche an. Hat sich also trotz Mehrarbeit die Anzahl der durch die Arbeitskraft zu arbeitenden Wochentage geändert, dann könnte sich auch der Urlaubsanspruch geändert haben.

Sollte die Arbeitskraft den Anspruch durchsetzen wollen, dann ist sie zunächst für die dem Anspruch zugrunde liegenden Tatsachen beweispflichtig. Sie muss beweisen, dass Sie an mehreren Tagen in der Woche gearbeitet hat, die im Rahmen der Berechnung zu einem höheren Urlaubsanspruch führen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen bei der Entscheidung hinsichtlich des weiteren Vorgehens behilflich sein. Nutzen Sie gerne die einmalige kostenlose Nachfragefunktion, falls Unklarheiten bestehen, damit ich diese ausräumen kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Pilarski, Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Michael Pilarski

ANTWORT VON

(175)

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