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Urlaubsanspruch bei befristetem Arbeitsvertrag

| 18.01.2011 17:14 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel


Hallo

Mein befristeter Vertrag läuft ab 16.08.10 und
ist für eine befristete Dauer von 12 Monaten abgeschlossen. Urlaubsanspruch 30 Tage.
(War hier schon seit 2004 immer wieder ,mit Unterbrechung befristet tätig)

Was ich nicht wusste ist, dass halbe Monate nichts zählen. So wurden mir für 2010 nur 10 Tage gewährt. (rechtlich korrekt)

Ist es in diesem Fall so, dass das Urlaubsjahr hier dass Vertragsjahr sein müsste:

Also 30 Tage; in 2010 10 Tage genommen, Rest bis Ende Vertrag (müsste 15.08.11 sein)= 20 Tage.
Ich möchte dem Ganzen etwas zu vorkommen, da der
AG tricksen könnte und es so aussehen Könnte:

2010: 10 Tage (Halber Monat fällt dort weg)
2011: 15 Tage (da hier ebenfalls Halber Monat beinhaltet). Damit hätte ich volle 12 Monate gearbeitet. 30 Tage wären Anspruch laut Vertrag aber 25 würde er nur gewähren, wenn das Kalenderjahr als Urlaubsjahr unmstößlich wäre.

Ich soll meine Urlaubtermine für dieses Jahr eintragen und würde gern bis Ende Vertrag fairerweise 20 Tage eintragen.

Nun las ich dass mir evtl. bis Vertragende in 2011 sogar 30 Tage zustehen. Wenn dem so wäre, kann ich hier theoretisch tatsächlich 30 Tage bis Ende Vertrag eintragen.

Oder kann der AG hier den o.g. Cut machen also alles was über 15 Tagen bis Ende Vertrag eingetragen ist ablehnen?


Herzlichen Dank im vorraus



Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt beantworten:

Das Bundesurlaubsgesetz geht in § 1 davon aus, dass der Urlaubsanspruch des Arbeitnehmers sich stets auf das Kalenderjahr bezieht. Auch § 7 III BUrlG geht davon aus, dass der Urlaub im laufenden "Kalenderjahr" gewährt und nur ausnahmsweise in das nächste Kalenderjahr übertragen werden darf.

Auch Ihr Urlaubsanspruch bezieht sich daher auf das Kalenderjahr und reduziert sich daher anteilig durch nicht volle Arbeitsmonate.

Etwas anderes würde nur gelten, wenn im Arbeitsvertrag ausdrücklich vereinbart wurde, dass der Urlaub für die Laufzeit des Vertrages gewährt wird. Die genaue Formulierung sollten Sie daher nochmals überprüfen.

Jedenfalls aber stehen Ihnen für 2011 18 Tage zu ( 7/12 von 30 Tage = 17,5 Tage, nach § 5 II BUrlG aufgerundet auf 18 Tage ).

Ich hoffe, Ihre Fragen damit im Rahmen dieser Erstberatungsplattform zufriedenstellend beantwortet zu haben.

Nachfrage vom Fragesteller 18.01.2011 | 19:20

Recht vielen Dank,

nur noch eine folgernde Frage?

Mit 30 Tagen bin ich hier ja gut dran.
Bedeutet diese (am Ziel vorbeigehende) Regelung,
dass bei Mindesturlaub
von 24 Tagen, der AG den Mindesturlaub tatsächlich unterlaufen kann?
Denn in meinem Fall hätte dies bedeutet:
2010 8 Tage. 2011 bis Ende Vertrag. 7 zwölftel von 24 = 14 Tage. Gesamt in 12 Monaten = 22 Tage

So würde jemand tatsächlich volle 12 Monate arbeiten und nur 22 Tage Urlaub bekommen, nur weil er ab einem 15. oder 16 eingestiegen ist!?

Freundliche Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.01.2011 | 19:36

Wie gesagt,auch der Mindesturlaub bezieht sich stets auf das Kalenderjahr ( sofern nicht vertraglich anders vereinbart.

Das BUrlG kennt sogar eine Wartezeit von 6 Monate, vor deren Ablauf, der Anspruch auf Erholungsurlaub nicht ensteht. Im Einzelfall kann es daher in der Tat zu den genannten Folgen kommen, wenn jemand nur kurzzeitig und dann auch noch zwischenjährlich arbeitet.

Bewertung des Fragestellers 29.08.2013 | 16:45

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