Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
509.068
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Urlaubsanspruch bei Renteneintritt 30.11.2016

| 19.11.2016 10:16 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Dratwa


Zusammenfassung: Urlausanspruch bei Renteneintritt in der zweiten Jahreshälfte

Mein Arbeitsrechtsverhältnis endet am 30.11.2016 wegen Eintritts in die Regelaltersrente.
Urlaubsanspruch lt. (außertariflichem) Arbeitsvertrag (von 2008) = 30 Tage.
Festlegung im Arbeitsvertrag:" ...im Ein-/ Austrittsjahr erhalten Sie für die vollen Monate anteiligen Urlaub".
Frage: Wie muß ich rechnen?
A) 20 Tage (gesetzlich) + 11/12 von den restlichen 10 Tagen = 20 + 9 = 29 Tage ??
B) 11/12 von 30 Tagen = 27,5 > aufgerundet 28 Tage ??
C) Klausel im Arbeitsvertrag ist ungültig; also 30 Tage ??
Bitte auch einen zuständigen § nennen (z.B. B-Url-G §3 oder §4)

Sehr geehrte Ratsuchende,

da Sie in der zweiten Jahreshälfte aus dem Arbeitsverhältnis ausscheiden, steht Ihnen der gesetzliche Mindesturlaub von 20 Urlaubstagen bei einer 5 Tage Woche gem. § 5 I c Bundesurlaubsgesetz in voller Höhe zu.

Inwieweit der darüber hinaus arbeitsvertraglich vereinbarte Zusatzurlaub von zusätzlich 10 Tagen, mithin von 30 Tagen insgesamt im Jahr, dazugerechnet wird, hängt davon ab, ob im Arbeitsvertrag eine wirksame "pro rata temporis" Klausel aufgenommen wurde. Dies ist eine Regelung, nach welcher der Urlaub im Jahr des Ausscheidens aus dem Unternehmen nur anteilig gewährt werden soll.
Wirksam wäre eine solche Klausel mit folgendem Inhalt:

„Endet das Arbeitsverhältnis in der zweiten Jahreshälfte, wird der Urlaubsanspruch gezwölftelt, wobei der gesetzlich vorgeschriebene Mindesturlaub nicht unterschritten werden darf."

Ist eine solche Klausel im Arbeitsvertrag enthalten, kann der Arbeitgeber den Urlaubsanspruch zwölften.

Da die in Ihrem Arbeitsvertrag niedergelegte Klausel nicht diesen Inhalt hat, sondern nur darauf verweist, dass der Urlaub gezwölftelt wird bei Ausscheiden während des Jahres, ist sie unwirksam mit der Folge, dass Ihnen vorliegend der gesamte Urlaubsanspruch von 30 Tagen zusteht.


Mit freundlichem Gruß

Peter Dratwa
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 19.11.2016 | 18:05

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Herzlichen Dank. Alles bestens. Frage wurde zur vollsten Zufriedenheit beantwortet."
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 19.11.2016 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 66475 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Schnelle und verständliche Information, besten Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr zufrieden passt ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles wie gesagt - verständlich - ausführlich - freundlich - weiter so vielen Dank ...
FRAGESTELLER