Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Urlaubsanspruch bei Mehrfachbeschäftigung

| 12.07.2013 11:23 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Ich habe zum 30.9.2013 mein Beschäftigungsverhältnis gekündigt. Da mein Arbeitgeber die finazielle Abgeltung meiner zahlreichen Überstunden abgeleht hat, baue ich diese seit April 2013 bis 30.09.2013 ab. Meiner Tätigkeit gehe ich seit dieser Zeit nicht mehr nach. Der Urlaubsanspruch wurde mir anteilig gewährt.

Am 1.5.2013 habe ich nunmehr eine neue Beschäftigung begonnen, sodass für die Zeit vom 1.5.2013 bis 30.9.2013 eine Mehrfachbeschäftigung besteht. Gemäß Arbeitsvertrag habe ich bei Eintritt während eines Kalenderjahres Anspruch auf die anteiligen Urlaubstage pro vollen Kalndermonat.

Wie wird für die neue Beschäftigung der Urlaubsanspruch bestimmt?

Mein neuer Arbeitgeber verlangt eine Bescheinigung nach § 6 Abs. 2 BUrlG, um meinen Urlaubsanspruch festzustellen. Ist das rechtmäßig? Handelt es sich hier tatsächlich um einen Arbeitgeberwechsel und nicht um eine Mehrfachbeschäftigung, welche zu einer Nichtanwendung des § 6 BUrlG führt?

Es würde dazu führen, dass ich für die Zeit vom 1.5. bis 30.9. keinen Urlaubsanspruch gegenüber meinem neuen Arbeitgeber habe, da dieser bereits durch den alten Arbeitgeber abgegolten wurde.

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Grundsätzlich steht Ihnen der Jahresurlaub von (beispielsweise) 30 Tagen nur einmal zu. Das bedeutet, daß Sie sich in jedem Arbeitsverhältnis den Urlaub als gewährt anrechnen lassen müssen, den Sie in dem anderen Arbeitsverhältnis erhalten haben.

Daraus folgt, daß jene Urlaubstage, die Sie bereits von Ihrem ehemaligen Arbeitgeber erhalten haben, bei dem neuen Arbeitsverhältnis berücksichtigt werden müssen.

Beispiel: Angenommen, Sie hätten 30 Tage Urlaub und diese bereits im Rahmen des gekündigten Arbeitsverhältnisses genommen, hätten Sie für dieses Jahr keinen Urlaubsanspruch mehr.


2.

Deshalb ist das Verlangen des neuen Arbeitgebers rechtmäßig.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Raab, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 12.07.2013 | 12:33

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

mir ist bewusst, dass die von Ihnen geschilderte Regelung für nacheinander ausgeübte Beschäftigungen gilt. Eindeutig gilt sie jedoch nicht für zeitgleich ausgeübte Mehrfachbeschäftigungen. Hier hat man einen vollen Urlaubsanspruch gegenüber beiden Arbeitgeber. Würde in meinem Fall die frühere Beschäftigung weitergeführt, käme eine Anrechnung des genommenen Urlaubs beim neuen Arbeitgeber nicht in Frage.

Für welchen Zeitraum steht mir beim neuen Arbeitgeber Urlaub zu? Ab 1.5.2013 (Beschäftigungsbeginn) oder ab 1.10.2013 (Ende des früheren Beschäftigungsverhältnisses)?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.07.2013 | 14:40

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Meine Antwort bezog sich schon auf den Fall der Mehrfachbeschäftigung.

Nochmals: Bei Mehrfachbeschäftigung hat der Arbeitnehmer gegenüber jedem seiner Arbeitgeber, den vollen Urlaubsanspruch. Allerdings steht Ihnen der Jahresurlaub nur einmal zu. Hätten Sie z. B. gegen jeden der beiden Arbeitgeber einen Anspruch auf 30 Tage Jahresurlaub, gäbe es durch die Überschneidung der Arbeitsverhältnisse keine Addition der Urlaubstage auf mehr als 30 Tage.


2.

Der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehens des Arbeitsverhältnisses erworben. Das ergibt sich aus § 4 BUrlG.

Ausgangsbasis ist das neue Arbeitsverhältnis, das am 01.05.2013 begonnen hat.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 12.07.2013 | 14:45

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

FRAGESTELLER 12.07.2013 4,2/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70400 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführliche und verständliche Antwort. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich empfehle Herr Rechtsanwalt Burgmer uneingeschränkt weiter! Klare, unmissverständliche Aussagen.....sehr gut! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle kompetente Antwort innerhalb kürzester Zeit. Kann man definitiv weiterempfehlen. ...
FRAGESTELLER