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Urlaubsanspruch bei Kündigung 31.07.2018 / Zusatzurlaub?


06.06.2018 18:52 |
Preis: 33,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Es geht um die Auslegung der Arbeitsvertragsrichtlinien der Diakonie Berlin-Brandenburg. Die Kürzungsregelung auf 1/12 des Jahresurlaubs bei unterjährigem Ausscheiden bzw. Eintritt bezieht sich m.E. auf den Zusatzurlaub für Nachtarbeit.


Ich arbeite seit 3 Jahren im Krankenhaus unter dem Tarifvertrag der Duakonie AVR DWBO im 3-Schichtsystem.

Urlaubsanspruch bisher 29 Tage plus bis zu 4 Zusatzurlaubstage durch Nachtdienst.

Ich habe nun zum 31.07.2018 gekündigt.

Mein Arbeitgeber möchte mir nur den gesetzlichen Mindesturlaub von 20 Tagen lt. BUndesurlaubsgesetz gewähren.

Mir stehen allerdings aktuell 3 Zusatzurlaubstage durch Nächte in 2017 und 2 Zusatzurlaubstage aus 2018 zu.

Sind diese zum Mindesturlaub hinzuzurechnen Idee verfallen diese Ersatzlos?

Würde man statt den gesetzlichen Mindesturlaub nun die 12er Regelung anwenden hätte ich 16,9 plus 5 Urlaubstage.

Auf was kann ich mich nun berufen?
06.06.2018 | 19:40

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

ihre Frage hängt von der Auslegung des Tarifvertrags ab, so dass ein gewisses Risiko bei meiner Antwort verbleibt. In § 28 Abs. 5 der Arbeitsvertragsrichtlinien der Diakonie heißt es, dass der Urlaub bei Austritt im Lauf des Urlaubsjahrs auf ein Zwölftel je Beschäftigungsmonat gekürzt wird. In § 28 a folgend dann Regelungen zur Urlaubslänge für "normale" Arbeitnehmer, in § 28 b dann Regelungen zum Zusatzurlaub bei Nachtarbeit, der ausgehend von den Nachtarbeitsstunden im Vorjahr im Folgejahr gewährt wird. Ich lese den § 28 Abs. 5 so, dass er eine quasi "vor die Klammer" gezogene Regelungen für den Erholungsurlaub insgesamt darstellt, so dass die Kürzungsregelung insgesamt greift. 7/12 tel von 32 Urlaubstagen sind 18,66 Tage, so dass Ihnen lediglich der gesetzliche Mindesturlaub zu gewähren ist.

Ich bedauere keinen besseren Bescheid geben zu können. Falls Sie dennoch Urlaubsabgeltung verlangen möchten, beachten sie bitte auch die Ausschlussfrist in § 45 der AVR. Danach müssen Sie Ihre Ansprüche in sechs Monaten nach Fälligkeit in Textform geltend machen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler
Fachanwältin für Arbeitsrecht


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