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Urlaubsanspruch bei 4-Tage-Woche

12.01.2006 15:58 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde
Eine Angestellte mit 4-Tage-Woche (32 Stunden pro Woche/8 Stunden pro Tag) arbeitet nach TzBfG §12 (Arbeit auf Abruf), aber mit in der Regel fester Jahresplanung im Voraus, in einem von zwei Arbeitswochentage-Rhythmen:

a) Mo-Do (fix) Regelbesuch, oder
b) Di-Fr (fix) Sonder-Aktionen.

Laut Arbeitsvertrag sind gesetzlichen Feiertage frei. Es besteht laut Arbeitsvertrag ein Urlaubsanspruch i. H. v. 24 Tagen (keine Angabe, ob Werk- oder Arbeitstage).

1) Es werden pro Woche Urlaub 5 Urlaubstage abgezogen, obwohl regelmäßig nur eine 4-Tage-Woche besteht. Ist das korrekt?

2) Es werden auch Feiertage, die in einer Urlaubswoche liegen, als Urlaubstag abgezogen. Beispielsweise wurden auch für die Woche vom 02.01.2006-06.01.2006 fünf Tage Urlaub abgezogen, obwohl Freitag in Bayern ein Feiertag war. Ist das korrekt?
12.01.2006 | 16:22

Antwort

von


(2362)
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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

da nach §§ 4,5 TzBfG ein Verbot der Schlechterstellung oder Benachteiligung besteht, ist auch in Ihrem Fall das Bundesurlaubsgesetz voll anwendbar.

1)
Es werden nur die Arbeitstage bei der Berechnung des Urlaubes verrechnet (BAG Urteil vom 28.04.1998 ,Az.: <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=9%20AZR%20314/97" target="_blank" class="djo_link" title="BAG, 28.04.1998 - 9 AZR 314/97: Neuberechnung der Dauer des Urlaubs bei Verringerung der Zahl d...">9 AZR 314/97</a> ), wobei Sie hier richtiges Glück gehabt haben, dass im Vertrag 24 Urlaubstage ausdrücklich aufgenommen worden sind.

Diese individuelle Abrede geht der gesetzlichen (danach hätten Ihnen nur 20 Urlaubstage zugestanden) Grundlage vor.

Es können also nicht fünf, sondern nur vier Tage abgezogen werden.

2)
Nach § 3 Abs. 2 BUrlG gelten als Werktage alle Kalendertage, die nicht Sonntage oder gesetzliche Feiertage sind. Daher kann der Feiertag dann nicht abgezogen werden, SOFERN Sie auch in Bayern arbeiten. Dieser Tag ist daher nachträglich noch zu gewähren.


Das alles sollten Sie nun mit dem Arbeitgeber besprechen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle


ANTWORT VON

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