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Urlaubsanspruch Teilzeitarbeit


| 03.02.2006 00:15 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Hallo!

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir mit einer Frage weiterhelfen könnten. Ich bin nicht sicher, wie viel Urlaub mir zusteht:

Ich arbeite seit Anfang Oktober 2005 im Büro eines Kulturbetriebs. Von Oktober bis Dezember 2005 hatte ich einen Teilzeitvertrag über 20 Stunden pro Woche. Seit Januar habe ich einen neuen Teilzeitvertrag für 25 Arbeitsstunden pro Woche, befristet bis Ende Juni 2006.

In beiden Verträgen steht der folgende Absatz:

„Die Beschäftigung wird im allgemeinen an fünf Tagen der Woche stattfinden. Nach den Erfordernissen der Aufgabe steht die Mitarbeiterin gegebenenfalls über die betriebsüblichen Arbeitszeiten hinaus zur Verfügung, im Bedarfsfall auch an Wochenenden.“

Nach mündlicher Absprache mit meiner Chefin, arbeite ich montags bis donnerstags, wenn gerade keine Veranstaltung läuft. Allerdings hatte ich bisher durchschnittlich zweimal im Monat Konzertdienst und musste dann freitags und am Wochenende arbeiten (mit bis zu 30 Überstunden pro Veranstaltung). Jetzt arbeite ich z.B. seit drei Wochen ohne freien Tag. Das ist im Konzertbereich durchaus üblich und ich habe es auch so erwartet.

Da kommen wir zu meiner Frage: Mir stehen laut Vertrag 30 Urlaubstage pro Kalenderjahr zu. Ich weiß, dass der Urlaubsanspruch davon abhängt, wie viel Tage man pro Woche arbeitet (z.B. wenn ich immer nur 4 Tage arbeitete, würden mir 24 Urlaubstage zustehen). Nur: Wie berechnet man den Urlaubsanspruch, wenn die Arbeitstage immer unterschiedlich sind?

Sollte ich das nach den fünf Tagen im Vertrag berechnen, oder nach den vier Tagen meiner „normalen“ Bürowoche? Meine Chefin hat mir zum Beginn des Arbeitsverhältnisses gesagt, dass meine Arbeit „im Moment montags bis donnerstags benötigt wird“. Ich bin daher davon ausgegangen, dass dies sich ändern könnte, und habe den Freitag freigehalten.

Können Sie mir die Regelungen dazu nennen, damit ich sie an meiner Chefin weiterleiten kann?

Ich wäre sehr dankbar, wenn mir hier jemand weiterhelfen könnte!

Vielen Dank im Voraus!

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Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Anfrage beantworte ich auf Grundlage des dargestellten Sachverhaltes wie folgt:

Grundsätzlich besteht ein Mindesturlaub von 24 Tagen im Jahr bei 6 Werktagen pro Woche gem. § 3 BUrlG. Da Sie laut Vertrag (und dieser ist maßgebend) in der Woche 5 Tage arbeiten und Sie 30 Tage Urlaub beanspruchen können, steht Ihnen eine Urlaubsanspruch von 6 Wochen zu.
Da heißt Sie können pro Woche 5 Tage Urlaub nehmen und sind nicht verpflichtet über diese Zeit hinaus z.B. am Wochenende tätig zu werden.

Die tägliche Arbeitszeit spielt dabei keine Rolle.

Bei Fragen stehe ich Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion gerne zur Verfügung.

Mit besten Grüßen

RA Schröter

Nachfrage vom Fragesteller 03.02.2006 | 07:33

Sehr geehrter Herr Schröter,

herzlichen Dank! Sie haben mir sehr geholfen.

Nur um glanz sicher zu sein:

Angenommen ich möchte von einem Montag bis zum nächsten Freitag (einschließlich) Urlaub nehmen, und in der Woche keinen freitags- oder Wochenenddienst habe: Muss ich den Freitag trotzdem als Urlaub beantragen (auch wenn ich sowieso nicht gearbeitet hätte)?

Besten Dank im Voraus!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.02.2006 | 14:57

Laut Ihrer vertraglichen Regelung müssen Sie den Freitag auch als Urlaub nehmen. Sie sollten dies aber vorher mit Ihrer Chefin absprechen und ggfs. den Vertrag dahingehend aktualisieren, daß Sie nur vier Tage die Woche arbeiten und dementsprechend auch nur 24 Tage Urlaub haben.

Im Ergebnis ändert sich am Urlaubsanspruch nichts, da Sie für eine fünf Tage Woche 30 Tage und für eine 4 Tagewoche 24 Urlaubstage hätten.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und wäre für eine positive Bewertung dankbar.
Bei Rückfragen oder weiteren Beratungsbedarf können Sie mich gerne unter RASchroeter@arcor.de ansprechen.

Mit besten Grüßen

RA Schröter

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