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Urlaubsanspruch Befristeter Vertrag mit Eintrittsdatum am 15.01.


25.01.2018 20:21 |
Preis: 30,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork



Ich habe am 15.01.2018 einen für 1 Jahr befristeten Teilzeit-Arbeitsplatz (25 Stunden an 5 Tagen/Woche) angetreten. Im Arbeitsvertrag sind 30 Tage Urlaub vereinbart. In meiner Arbeitstunden- bzw. Urlaubsveraltungsprogramm wurden von der Personalabteilung nur 28 Tage Urlaubsanspruch hinterlegt. Auf meine Nachfrage erhielt ich die Auskunft, dass im Bundes-Urlaubsgesetz geschrieben steht, dass nur für volle Monate ein Urlaubsanspruch besteht. Das bedeutet nun für mich, dass ich durch den Arbeitsbeginn am 15. eines Monats auf 2 volle Urlaubstage verzichten soll, da in meinem Jahresvertrag zwei halbe Monate enthalten sind. Für den halben Januar in 2018 und den halben Januar 2019 stünde mir kein Urlaub zu. Ich habe irgendwo gelesen, dass der volle Monat nicht der Kalendermonat ist, sondern der Beschäftigungsmonat - also vom 15.1.-15.2. usw. Demnach müssten mir doch auch 30 Urlaubstage für den Jahreszeitraum zustehen? Ich bitte hierzu um Auskunft, ob die Interpretation der Personalabteilung richtig ist und ich hier durch mein Entgegenkommen bereits am 15.1. zu starten statt am 01.02. einen Fehler gemacht habe.

Vielen Dank für eine Auskunft!

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage , die ich Ihnen wie folgt beantworte:



Frage 1:
"Demnach müssten mir doch auch 30 Urlaubstage für den Jahreszeitraum zustehen?"

Das sehe ich genauso wie Sie und das ganze ist aus sachgerecht, da Sie ja genau 1 Jahr beschäftigt sind und der Jahresurlaub 30 Tage betragen soll.

Rechtlich ergibt sich dies aus § 4 BUrlG wonach der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben wird.

Die Personalabteilung stellt auf § 5 I c BUrlG ab, der vorliegend aber so nicht sachgerecht ist, denn Sie erfüllen die 6-monatige Wartezeit ja bereits in 2018,wodurch der volle Urlaubsanspruch besteht. Da Sie zum 15.01.2019 aus dem Arbeitsverhältnis ausscheiden, steht Ihnen auch für dieses Kalenderjahr kein Urlaubsanspruch zu ( § 5 I a BUrlG ), sodass man in der Summe auf die vereinbarten 30 Tage Urlaub kommt.

Mit freundlichen Grüßen aus Dortmund

Raphael Fork
-Rechtsanwalt -


Nachfrage vom Fragesteller 25.01.2018 | 22:42

Der Kern meiner Frage war, ob es einen Unterschied macht, ob ich 12 Monate "volle Kalendermonate" oder 12 Monate gezählt ab dem 15. "gearbeitete Monate" zu berücksichtigen sind? Die Personalsachbearbeiterin behauptet nämlich, Sie könne ja für den halben Januar 2019 keinen Urlaub in das Programm für den Urlaubsanspruch in 2018 einpflegen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.01.2018 | 12:33

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage , die ich Ihnen wie folgt beantworte:


Nachfrage 1:
"Kern meiner Frage war, ob es einen Unterschied macht, ob ich 12 Monate "volle Kalendermonate" oder 12 Monate gezählt ab dem 15. "gearbeitete Monate" zu berücksichtigen sind?"


Nein, aber erst nach 6 Monaten haben Sie überhaupt Anspruch auf den vollen Jahresurlaub. Bis dahin unterliegen Sie im Grundsatz der Regelung des § 5 BUrlG , welcher auf volle Monate abstellt.



Nachfrage 2:
"ja für den halben Januar 2019 keinen Urlaub in das Programm für den Urlaubsanspruch in 2018 einpflegen?"

Insofern ist die Aussage der Sachbearbeiterin an sich auch nicht verwunderlich, da gegenwärtig (noch) kein Anspruch auf den vollen Urlaub besteht. Allerdings müsste sich dieses dann nach Ablauf der 6 Monate ( § 4 BUrlG ) automatisch ändern bzw. ändern lassen ( siehe bereits oben).

Mit freundlichen Grüßen aus Dortmund

Raphael Fork
-Rechtsanwalt -


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