Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Urlaubsanrpuch bei Kündigung zum 2. HJ

| 05.05.2019 09:42 |
Preis: 51,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Pro rata temporis-Klausel im Arbeitsvertrag und dessen Inhalt und Grenzen

Hallo, ich werde zum 1.September kündigen und wollte mich erkundigen, ob ich hiermit den vollen Urlaubsanspruch habe.

Die Formulierung im Arbeitsvertrag (deutsches Unternehmen) lautet wie folgt:
"The Employee will be entitled to 30 working days holiday a calendar year based on a five-day week. The holiday entitlement will be reduced accordingly in line with any difference in working time. Holidays will be agreed in accordance with operating requirements and in consultation with the Employee’s superior."

Ich bin mir nicht sicher, ob hier eine pro rata temporis Klausel versteckt ist.

Falls der Satz, The holiday entitlement will be reduced accordingly in line with any difference in working time." Keine pro rata temporis Klausel ist, sollte ich den Anspruch auf alle 30 Tage haben, oder?

Ich freu mich von Ihnen zu hören.


05.05.2019 | 11:19

Antwort

von


(1335)
Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn im Arbeitsvertrag eine sogenannte "pro rata temporis"-Klausel aufgenommen wurde ("zeitanteilig"), ist dies als eine Regelung anzusehen, nach welcher der Urlaub im Jahr des Ausscheidens aus dem Unternehmen nur anteilig gewährt werden soll.

Das ist sowieso nur zulässig bei über dem gesetzlichen Mindesturlaub hinaus vereinbarten Urlaub.

Das ist z. B. eine wie folgt im Arbeitsvertrag formulierte Klausel:
"Bei Ausscheiden in der zweiten Jahreshälfte wird der Urlaubsanspruch gezwölftelt, wobei die Kürzung allerdings nur insoweit erfolgt, als dadurch nicht der gesetzlich vorgeschriebene Mindesturlaub unterschritten wird."

Ist eine solche zusätzliche Klausel im Arbeitsvertrag nicht enthalten, so hat der Arbeitnehmer Anspruch auf den vollen arbeitsvertraglich vereinbarten Urlaub. Sind z. B. 30 Urlaubstage vereinbart, so kann der Arbeitnehmer im Falle eines Ausscheidens nach dem 30.06. auch 30 Urlaubstage in Anspruch nehmen.

Wenn ich die betreffende Klausel in ihrem Arbeitsvertrag übersetzte, dieses einer pro rate temporis-Klausel mangels derartiger Bestimmtheit nicht gerecht.
Denn da wird auch nicht zwischen Mindesturlaub und darüber hinaus vertraglich gewährten Urlaub unterschieden. Das wäre aber notwendig, um eine solche Regelung zu begründen. Auch fehlt eine Bezugnahme auf ein Ausscheiden in der zweiten Jahreshälfte.

Daher haben Sie den vollen Urlaubsanspruch.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Bewertung des Fragestellers 06.05.2019 | 09:30

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"sehr schnelle, verständliche und hilfreiche antwort. vielen dank!"
Stellungnahme vom Anwalt:
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Daniel Hesterberg »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 06.05.2019
5/5,0

sehr schnelle, verständliche und hilfreiche antwort. vielen dank!


ANTWORT VON

(1335)

Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Erbrecht, Miet und Pachtrecht, Vertragsrecht, Zivilrecht, Baurecht, Verwaltungsrecht, Ausländerrecht
Jetzt Frage stellen