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Urlaubsänderung durch Chef

01.04.2012 18:12 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Notar und Rechtsanwalt Oliver Wöhler


Sehr geehrte Anwälte

Unser Betrieb in dem ich arbeite besteht auch einen Gesellen ( mich ) einer Sekretärin , einem Lehrling und dem Chef .

Im vorigen Jahr machte ich meinen Chef folgenden Vorschlag um im Sommer immer das Büro besetzt zu halten und einem reibungslosen Ablauf zu gewährleisten :
Sekretärin geht den Sommerferien in den ersten drei Wochen in Urlaub .
Chef geht nach dem die Sekretärin wieder da ist in Urlaub. Wenn er wieder da ist gehe ich in den Urlaub. Da ist kein schulpflichtiges Kind mehr im Jahr 2012 habe würde ich im August in Urlaub gehen .
Diese Idee fand es nicht schlecht.

Nun fragte er wann ich in Urlaub gehe und ob ich weg fahre , meine Antwort so wie wir das besprochen haben im August und ich sei unterwegs ( Ostsee ) , ausserdem hat mene Frau hat Ihren Urlaub vom Arbeitgeber auch schon so besprochen .

Es ginge wohl nicht waren die letzten Worte vor dem Wochenende.

Mir ist bekannt das ein Chef den Urlaub aus wichtigen Gründen verschieben kann , aber das ist meiner Meinung nach in dem Fall nicht so weil die Arbeit nicht so vorhanden ist .

Ich bin der Ansicht das er das so kurz nicht verordnen kann.

Bin ich verpflichtet als AN immer nur Urlaub in den grossen Ferien zu nehmen ?

mfg

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

Der Arbeitgeber kann grundsätzlich nicht anordnen, dass der Uralub im Sommer nur in den Schulferien genommen werden kann. Nur wenn andere Termine aus betrieblichen Gründen nicht möglich sind, könnte man Sie darauf verweisen.
Etwas anderes wäre ein Betriebsurlaub, diesen kann der AG anordnen, solange er nicht über mehr als 3/5 des Urlaubs verfügt. Man muss unterscheiden zwischen der Genehmigung des Urlaubs und dem Fall, dass der AG einen bereits genehmigten Urlaub widerrufen will.
Aus Ihren Angaben wird nicht ganz klar, ob Ihr Urlaub im August bereits formell genehmigt war oder nicht. Das hängt davon ab, wie überlicherweise im Betrieb die Genehmigung von Urlaub erfolgt. Wenn es 2011 bereits eine Genehmigung gegeben hat, sehe ich keinen Grund diese zu widerrufen. Hier müssten zwingende betriebliche Gründe vorliegen, die absolut nicht ersichtlich sind. Der Widerruf ist ein absoluter Ausnahmefall.
Wenn in 2011 nur eine Vorbesprechung stattgefunden hat, müssten Sie den Urlaub noch förmlich beantragen. Der AG darf den Wunsch des AN nach § 7 I BurlG nur aus dringenden betrieblichen Gründen ablehnen. Gründe kann vorrangiger Urlaub anderer Mitarbeiter oder dringende Termingeschäfte sein. Es sind auch weitere Gründe möglich. Auch solche Gründe müsste der AG darlegen. Aus Ihren Angaben ergibt sich auch daraus nichts. Wenn Ihr AG in 2011 dem Vorschlag nicht widersprochen hat, spricht viel dafür, dass man von einer Genehmigung ausgehen kann.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

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