Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Urlaubsabgeltung/Auszahlung und Weihnachtsgeld


09.12.2006 14:56 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe auf Rat meines Arztes (hat er mir schriftlich bestätigt) aus gesundheitlichen Gründen fristlos zum 30.11.06 gekündigt. Mein Arbeitsverhältnis begann am 01.10.05 und war ursprünglich bis 31.03.07 befristet.
Da ich einschließlich November 2006 noch einen Resturlaubsanspruch von 7,5 Tagen hätte, ist nun meine Frage, ob ich diesen Anspruch geltend machen kann, obwohl ich aus gesundheitlichen Gründen fristlos gekündigt habe. Vor meiner Kündigung (vor dem 30.11.06) war ich 9 Tage krankgeschrieben und vor den 9 Tagen immer mal wieder 1-2 Tage. Insgesamt (inkl. den 9 Tagen) ca. 3 Wochen. Nach meiner Kündigung wurde ich von dem medzinischen Dienst der gesetzl. Krankenkassen noch 1 Woche krankgeschrieben, da mein Arbeitgeber meine Krankheit angezweifelt hatte. Am 30.11.06 habe ich mich bei der Agentur f. Arbeit arbeitslos gemeldet. Dort wurde mir mitgeteilt, dass ich dadurch mein Anspruch auf Arbeitslosengeld nicht verliere. Da ich ab 11.12.06 wieder vermittlungsfähig und nicht krankgeschrieben bin, müsste mir ja eigtl. mein Urlaubsanspruch von 7,5 Tagen zustehen (Urlaubsabgeltung/Ausbezahlung), oder?
Da meine Krankheit durch manche Unannehmlichkeiten in der Firma begünstigt wurde, möchte ich auf keinen Fall mehr in dieser Firma weiterhin arbeiten. Falls ich ein Recht auf Urlaubsabgeltung haben sollte, könnte mein alter Arbeitgeber verlangen, dass ich meine Arbeit wieder bis 31.03.07 aufnehmen soll, weil ich ja ab 11.12.06 nicht mehr krankgeschrieben bin?
Habe ich aufgrund dem o.g. Sachverhalt ein Recht auf Weihnachtsgeldauszahlung? Laut Vertrag steht mir eine betriebliche Sonderzahlung entsprechend den tariflichen Bestimmungen zu.
Sollte mir keine Urlaubsabgeltung (Auszahlung) zustehen, habe ich dann ein Recht meinen Resturlaub für 2006 bei der Agentur für Arbeit einzureichen?
Für eine kurzfristige Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Vielen Dank im Voraus.

Freundliche Grüße

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Herr,

im Rahmen einer Erstberatung beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Da Sie fristlos gekündigt haben, ist das Arbeitsverhältnis zum 30.11.2006 beendet, so dass Ihr AG Sie nicht mehr zur Arbeit zwingen kann.
Ich gehe dabei davon aus, dass Ihre Kündigung rechtmäßig ist.

Falls der Urlaub bis zum Ende eines Arbeitsverhältnissses nicht in Natur genommen werden kann, ensteht ein Urlaubsabgeltungsanspruch, § 7 IV BUrlG. Der nicht genommene Urlaub ist dann zu vergüten.

Der Urlaubsabgeltungsanspruch braucht aber nicht erfüllt zu werden, wenn der Arbeitnehmer bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses und danach bis zum Zeitpunkt des Anspruchsverfalls arbeitsunfähig ist.
Da der Urlaub hier gem. § 7 III BUrlG übertragen werden konnte, wäre dann eine Inanspruchnahme in Form der Freistellung bei wiederhergestellter Arbeitsfähigkeit möglich, dann besteht auch ein Abgeltungsanspruch.
Ihren Urlaub können Sie nicht beim Arbeitsamt "einreichen". Der Arbeitgeber ist bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses verpflichtet, dem Arbeitnehmer eine Bescheinigung über den im laufenden Urlaubsjahr gewährten bzw. abgegoltenen Urlaub aushändigen.
Diese Bescheinigung sollte der Arbeitnehmer sodann seinem neuen Arbeitgeber vorlegen. Hierzu ist der Arbeitnehmer zwar nicht verpflichtet, allerdings kann der neue Arbeitgeber bis zur Vorlage dieser Bescheinigung die Gewährung von Urlaub verweigern.
Zumeist ist der Abeitgeber nicht verpflichet Weihnachtsgeld auszubezahlen bzw. besteht eine Rückzahlungspflicht für das 13. Monatsgehalt bei Ausscheiden bis zum 31.3. des Folgejahres.Fehlt eine Rückzahlungsvereinbarung zwischen den Arbeitsvertragsparteien oder eine Rückzahlungsklausel in Betriebsvereinbarungen / Tarifverträgen, so hat der Arbeitgeber keinen Rückforderungsanspruch. Er muß die Jahressonderzahlung wie vereinbart oder zugesagt auszahlen und den kündigenden Arbeitnehmer ziehen lassen. Dies vermag ich nicht zu überprüfen, da mir der Tarifvertrag nicht vorliegt.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: phermes1@gmx.de

Mit besten Grüßen

RA Hermes
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER