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Urlaubsabgeltung und Zusatzleistungen zum Gehalt

| 10.08.2015 12:55 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Hallo,

ich habe zum 30.06. selbst gekündigt. Im April habe ich eine Gehaltserhöhung bekommen auf 2.675 € brutto zzgl. 84 € für eine Fahrkarte (brutto=netto). Davor verdiente ich 2.400 € brutto.

Die Urlaubsabgeltung wurde so berechnet:
März: 2.400
April: 2.675
Mai: 2.675
7.750 /65 x 11,5 Tage Resturlaub

Meines Erachtens ist das falsch, denn ich war eine Teilzeitkraft mit 4 Tagen/Woche. Also müsste doch durch 52 nicht 65 geteilt werden? Außerdem verstehe ich nicht, warum der März mit einbezogen wird? Müsste es nicht April, Mai und Juni sein? Ich wäre dankbar für eine Überprüfung und Stellungnahme dazu. Und die Auskunft, ob die Nebenleistungen nicht in die Berechnung mit einbezogen werden müssen, da ich diese ja auch bekommen hätte, wenn ich den Urlaub genommen hätte?

Vielen Dank!
Freundliche Grüße!

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Ihr Urlaubsabgeltungsanspruch bemisst sich gemäß § 11 Bundesurlaubsgesetz (BurlG) nach dem Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen vor Urlaubsantritt (bzw. Ihrem Ausscheiden aus dem Unternehmen). Das bedeutet bei Ihnen, wie Sie bereits richtig festgestellt haben, dass der Zeitraum April, Mai, Juni Beachtung finden muss.

Zur Berechnung der konkreten Höhe des Urlaubsentgelts, ist der Durchschnittsverdienst auf Ihren Tagesverdienst in diesem Zeitraum umzurechnen. Beträgt die betriebliche Arbeitszeit 5 Tage pro Woche und Ihre tatsächliche Arbeitszeit 4 Tage pro Woche, ergibt sich daraus folgende Rechnung:

Gesamtarbeitsverdienst / 52 Arbeitstage ( 4 Tage x 13 Wochen) x Urlaubstage.

In die Verdienstberechnung sind auch Sachbezüge mit einzubeziehen, soweit sie während des Urlaubs nicht gewährt werden, § 11 Abs. 1 Satz 4 BUrlG. Ein Jobticket zählt grundsätzlich zu den Sachbezügen. Die Einberechnung hängt davon ab, inwiefern Ihnen während des Berechnungszeitraums weiterhin das Jobticket zur Verfügung stand.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Sollten weiterhin Unklarheiten bestehen, nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Winter, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 10.08.2015 | 15:21

Hallo Herr Winter,

vielen Dank für die Antwort. Eine kurze Nachfrage zu den Sachbezügen, "einzubeziehen, soweit sie während des Urlaubs nicht gewährt werden".

Heisst das nun die 84 €/Monat für die Fahrkarte muss in dem Gesamtarbeitsverdienst enthalten sein? Die Auszahlung auf dem Lohnstreifen wäre auch während des Urlaubs gewesen, sie wird also jeden Monat grundsätzlich gewährt, egal ob ich Urlaub genommen hätte oder nicht.

Es ist mir noch nicht ganz klar, ob das Gehalt nun 2.675 € oder 2.675 € +84 € als Berechnungsgrundlage ist.

Vielen Dank!
Freundliche Grüße!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.08.2015 | 15:37

Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne möchte wie folgt ich kurz auf Ihre Nachfrage eingehen:

Soweit Ihnen Ihr Jobticket während des Berechnungszeitraums zur Verfügung steht, wird es, da es Ihnen auch während eines etwaigen Urlaubes zur Verfügung stehen würde (auf die tatsächlich Nutzung kommt es vorliegend nicht an), nicht zum relevanten Berechnungszeitraum als Verdienst dazu gerechnet.

Ich hoffe Ihre Frage verständlich beantwortet und letzte Zweifel ausgeräumt zu haben. Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen.

Sebastian Winter, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 10.08.2015 | 15:44

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