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Urlaubsabgeltung - Muß der Arbeitgeber diesen Urlaub abgelten?


29.12.2007 10:52 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Hallo,

folgender Sachverhalt:

ich habe einen befristeten Arbeitsvertrag unzwar vom 01.01.2007
bis zum 31.12.2007. Mitte November 2007 teilte man mir mit, dass man meinen Arbeitsvertrag nicht verlängert. Anfang Dezember 2007 bin ich arbeitsunfähig erkrankt. Die Erkrangung dauert bis zum 31.12.2007. Ich habe noch einen Resturlaubsanspruch für 2007 von 15 Tagen. Krankheitsbedingt konnte ich diesen Urlaub nicht in Natur nehmen. Muß der Arbeitgeber diesen Urlaub abgelten? In meiner Dezemberabrechnung hat mein Arbeitgeber keine Abgeltung vorgenommen. Wenn ein Anspruch besteht, muß ich diesen schriftlich geltend machen und dabei irgendwelche Fristen beachten( hier eventuell den 31.12.2007 wegen Verfall)?
Wenn mein Arbeitgeber den Urlaub abgelten muß, ruht dann mein Arbeitslosengeld um diese 15 Tage und das Arbeitslosengeld fängt erst danach an zu laufen? Real würde mir dann nur die Differenz zwischen Urlaubsabgeltung und Arbeitslosengeld bleiben.


Mit freundlichen Grüßen

Conny

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Sehr geehrter Fragensteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Anhand Ihrer Angaben beantworte ich Ihre Fragestellungen wie folgt:

Grundsätzlich ist die Auszahlung von Urlaub die Ausnahme. Denn der Gesetzgeber geht davon aus, dass die Erholungstage für Gesundheit und Erhalt der Arbeitskraft unabdinglich sind. Es gilt § 7 IV Bundesurlaubsgesetzt. Danach ist der Urlaub, wenn er wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr gewährt werden kann, abzugelten. Weiterhin ist es möglich und zumutbar, den Resturlaub innerhalb der zulässigen Fristen auf den neuen Arbeitgeber zu übertragen und den Resturlaub dann im neuen Arbeitsverhältnis zu nehmen.

Ich verstehe den Sachverhalt so, dass Sie jedenfalls noch nicht konkret einen neuen Arbeitsplatz in Aussicht haben. Der potentielle neue Arbeitgeber wird ebenfalls nicht begeistert sein, dass Sie noch Resturlaub bei ihm nehmen möchten. Daher rate ich Ihnen, den Urlaubsanspruch umgehend schriftlich per Einschreiben mit Rückschein bei Ihrem Arbeitgeber geltend zu machen und darauf zu bestehen, dass ausgezahlt wird. Im Falle einer Arbeitslosigkeit hätten Sie keinen Vorteil von den restlichen Urlaubstagen.

Die Verfallsfristen richten sich nach Ihrem Arbeitsvertrag bzw. einem ggf. geltenden Tarifvertrag. Geläufig ist eine Frist von 3 Monaten. Ggf. gilt nach dem Arbeitvertrag oder Tarifvertrag jedoch eine kürzere Frist. Bitte lesen Sie in Ihrem Vertrag und Tarifvertrag nach.

Ihre Rechtsauffassung zur Anrechung des ggf. auszuzahlenden Urlaubsanspruchs trifft zu, wobei ich unterstelle, dass sie alle Voraussetzungen zur Gewährung von Arbeitslosengeld I (ALG I) erfüllen. Bestehen Sie gegenüber dem Arbeitsamt darauf, dass Ihnen zunächst volles ALG I unter Vorbehalt der Rückzahlung des Betrags für die 15 Tage Urlaub bewilligt wird. Ansonsten tragen allein Sie das Risiko bis Ihr alter Arbeitgeber zahlt. Ein Prozess nimmt gewiss eine Zeitspanne von 6 Monaten in Anspruch.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesen ersten Einschätzungen weiterhelfen konnte und verweise bei Unklarheiten nochmals auf die kostenlose Nachfragefunktion.

Einstweilen verbleibe ich

mit besten Grüßen


Inga Dransfeld-Haase
Rechtsanwältin
E-Mail: dr-haase@dr-schwoebbermeyer.de


Ich bitte noch folgendes zu beachten:

Die Beratung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Es kann entsprechend den vorliegenden Bedingungen nur ein erster Überblick geboten werden, der eine abschließende, umfassende und verbindliche Anwaltsberatung nicht ersetzen kann. Der Umfang der Antwort steht weiterhin in Abhängigkeit zu Ihrem eingesetzten Honorar.
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