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Urlaubs- & Überstundenanspruch bei Kündigung

19.07.2017 20:10 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Erfolgt Berechnung des Resturlaubs bei Ausscheiden im 2. Halbjahr auf Grundlage Mindesturlaub oder nach vertraglichem Anspruch? Darf der Arbeitgeber eine "Zwölftelung" vornehmen?

Guten Tag,

ich habe meine aktuelle Arbeitsstelle ordentlich zum 31.08 gekündigt.
Jetzt bin ich allerdings etwas verunsichert wie viel Resturlaub mir jetzt zusteht.


Laut Arbeitsvertrag stehen mir Jährlich 30 Tage Urlaub zu.
4,5 Tage habe ich aus dem Vorjahr mitgenommen.
Urlaub genommen habe ich mir dieses Jahr 10 Tage.
Macht ein Resturlaub von 24,5 Tagen, wie es auch in meiner Gehaltsabrechnung steht.
Dazu kommen auch noch 26 Stunden auf dem Überstundenkonto.

Jetzt finde ich in den diversen Internetberichten und Foren sowie dem §4 des Bundesurlaubsgesetzes keine eindeutigen Antwort auf meine Situation.

Zum einen lese ich davon das die meisten Arbeitgeber noch von einer standartmäßigen Zwölftelung des Urlaubes ausgehen.
Davon ist in meinem Vertrag allerdings nichts vermerkt.

Zum anderen habe ich raus gefunden das dem Arbeitnehmer bei Kündigung nach dem 30.06 des Jahres und mindestens sechsmonatiger Betriebszugehörigkeit der volle Jahresurlaub zusteht.
Und dann wiederum auch mit Zusatz „der gesetzlich vorgeschriebene Mindesturlaub"
Gesetzlich vorgeschrieben wären bei meiner 5 Tage Woche ja nur 20 Tage.
Da käme ich ja mir der Zwölftelung besser weg.


Wäre wirklich sehr dankbar wenn mir jemand bei meinem Problem helfen könnte.
Falls noch Information fehlen sollten werden diese selbstverständlich schnellst möglich anhängen.

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

19.07.2017 | 21:07

Antwort

von


(104)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

§§ beziehen sich auf das BUrlG.

1. Der Mindesturlaub ist nicht maßgeblich, da Sie einen vertraglichen Anspruch auf 30 Tage Urlaub haben. Die vertragliche Regelung hat Vorrang.
2. § 4 bezieht sich auf den im konkreten Fall - in Ihrem Fall auf Grund Vertrages - bestehenden Urlaubsanspruch und nicht auf den gesetzlichen Mindesturlaub. Ihr Resturlaub ist also Ihr vertraglicher Urlaubsanspruch abzgl. genommener Urlaub.
3. Gem. § 4 wird in der Tat der erstmalige (!) volle Urlaubsanspruch nach 6 Monaten erworben.
4. Die "Zwölftelung" ist als Ausnahmefall hiervon in § 5 gesetzlich geregelt. Nach Ihrer Schilderung liegt keiner der genannten Ausnahmefälle vor, so dass der volle Urlaubsanspruch entstanden ist.
5. § 7 IV regelt das Verfahren für Resturlaub bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Der Urlaub ist auch dann - wenn möglich - zu nehmen, lediglich, wenn dies nicht möglich ist (Zeitraum, Krankheit zB), ist er abzugelten.
6. Die Überstunden sind - wenn nicht anders geregelt - zu bezahlen. Achten Sie unbedingt auf etwaige Ausschlussfristen in Ihrem Vertrag.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Kinder

ANTWORT VON

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