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Urlaub wird vom Arbeitgeber verweigert

13.11.2016 17:45 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Guten Tag,

ich wollte mir für diesen Montag, 14.11.2016 einen Tag Urlaub nehmen.
Den Antrag dafür stellte ich mündlich am Montag vor einer Woche (7.11).
Er wurde kurz darauf von meinem Vorgesetzen (ebenfalls mündlich) abgelehnt, mit der Begründung, das wir zu viel Arbeit hätten. Dies trifft allerdings nicht zu,
und somit wollte ich diese Begründung nicht akzeptieren.
Ich schaltete daraufhin auch den Betriebsrat ein.

Dem Vorsitzenden des Betriebsrates wurde dann erklärt, das mein persönliches Verhalten, einen Urlaub ausschliest (Ich befinde mich schon länger im Streit mit meinem Vorgesetzten).
Ich forderte daraufhin eine schriftliche Stellungsnahme.
Offenbar erkannte mein Vorgesetzter, das er mit den vorherigen Aussagen rechtlich nicht "durchkommt" und schrieb in einer Email,
dass in der KW 52 Betriebsferien herrschen, und ich meine 4 Tage Resturlaub (mehr habe ich leider nicht mehr) dafür aufbringen muss.

Die Betriebsferien wurden erst vor ca. 2 Monaten bekannt gegeben.
Desweiteren wurde mir und meinem Team, immer wieder vom Vorgesetzen angekündigt, das wir an Weihnachten bis Sylvester arbeiten müssen, da dort ein wichtiges Projekt ansteht.
Erst seit ca. 2 Wochen steht im Raum, das wir eventuell doch nicht an KW52 arbeiten müssen.

Meine Fragen hierzu:
Gibt es noch eine möglichkeit, meinen Urlaub am Montag rechtlich zu erwirken?
Es steht ein wichtiges Ereignis an, und wenn ich dort nicht erscheine, hat dies für mich eventuell auch rufschädigende Auswirkungen.

Falls es nicht mehr möglich ist:
Wie wird im nachhinein vorgegangen? Ich werde auf jeden Fall Anzeige erstatten, wenn das möglich ist.
Auf was würde eine solche Anzeige hinauslaufen (Fürsorgepflichtverletzung, Diskriminierung, etc?)?

Am 29.-30.11.2016 werde ich ebenfalls wieder Urlaub benötigen, lässt sich dieser zumindest bis da hin erwirken?

Ich bedanke mich recht herzlich im voraus,

rechtbekommenodernicht

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Gemäß § 7 BUrlG muss der Arbeitgeber Ihre Urlaubswünsche berücksichtigen, es sei denn es sprechen dringende betriebliche Belange dagegen.

Die Betriebsferien können tatsächlich einseitig vom Arbeitgeber einseitig (ggf. unter Mitbestimmung des Betriebsrates) festgelegt werden.

Der Arbeitgeber muss Ihnen nicht mehr Urlaub gewähren, wie Sie tatsächlich haben.

Insofern besteht tatsächlich ein Problem den Urlaubsanspruch durchzusetzen.

Von einer Selbstbeurlaubung ist dringend abzuraten, da dies zu einer fristlosen Kündigung führen kann.

Sie haben keine Möglichkeit mehr den Urlaub bis zum 14.11 gerichtlich zu erwirken, da selbst ein einstweiliger Rechtsschutz in dieser kurzen Zeit nicht durchgeführt werden könnte.

Ohne das Einverständnis des Arbeitgebers werden Sie keinen Urlaub nehmen können, auch keinen unbezahlten.

Es sei denn der Termin ist unausweichlich und für Sie nicht verschiebbar. Deshalb wäre es wichtig zu wissen, wieso Sie unbedingt an diesem Tag Urlaub benötigen.

Selbst wenn ein wichtiger Grund ihrerseits besteht und Sie der Arbeit trotz Ablehnung fernbleiben, besteht ein erhebliches Risiko einer Abmahnung oder sogar Kündigung.

Im Nachhinein könnten Sie höchstens einen Schadensersatzanspruch geltend machen, wenn der Arbeitgeber grundlos den Urlaub verweigert hat und er wusste, dass Sie dadurch ein Schaden erleiden. Die Beweispflicht obliegt dabei Ihnen, so dass ein solcher Anspruch nur schwer durchzusetzen ist.Für den Urlaub Ende November besteht noch die Möglichkeit, zu versuchen den Urlaub gerichtlich zu erwirken im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


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