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Urlaub während der Kündigungsfrist

| 18.08.2016 21:29 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Hallo, ich habe am 01.05.16 ein neues Arbeitsverhältnis aufgenommen ohne schriftlichen Arbeitsvertrag. Da mir meine Chefin mündlich mitteilte ich sei noch bis Oktober in der Probezeit habe ich den Vertrag fristgerecht am 15.08 zum 31.08 gekündigt was auch nicht beanstandet wurde. Ich habe noch Überstunden und einen Urlaubsanspruch von 8 Tagen. Nach meinen Berechnungen wäre der 19.08 mein letzter Arbeitstag was meine Chefin heute verneinte und den 20.08 als letzten Arbeitstag nannte ( was im Einzelhandel für sie sehr nützlich ist). Generell ist Montags mein freier Tag und meine Wochenarbeitszeit beträgt 30 Stunden, deweiteren haben wir mündlich vereinbart das ich zwei mal im Monat Samstags arbeite, was jedoch als flexibel zu betrachten wäre. Ich habe Montag, den 29.08 nicht als Urlaubstag mit einberechnet da dies ja immer mein freier Tag war. Ist das korrekt? Da meine Chefin seit Anbeginn des Arbeitsverhältnis unfair war z.B verspätete Lohnzahlung,schikanieren,demütigen etc. möchte ich ihr diesen Tag nicht schenken wenn sie im Unrecht ist. Vielen Dank im voraus für die Hilfe.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Der gesetzliche Urlaubsanspruch beträgt bei einer 6 Tage Woche 24 Tage.
Sie haben aber angegeben, dass Sie nur von Dienstag bis Freitag und zweimal im Monat samstags arbeiten. Selbst wenn man dann den Samstag mit berücksichtigen würde, so hätten Sie eigentlich nur einen Anspruch auf 20 Urlaubstage, bzw. in Ihrem Fall 7 Tage (20/12 x 4 Monate).

Jetzt zu Ihrer Frage. Wenn Sie regelmäßige Tage haben, an denen Sie eingesetzt werden und der Montag generell frei ist, so kann Ihnen für den Montag auch kein Urlaubstag abgezogen werden.

Wenn keine festen Tage vereinbart wären, sondern nur eine Vereinbarung über die 30 Stunden getroffen worden wäre und es Ihnen freistünde an welchen Tagen Sie arbeiten, dann dürfte der Montag angerechnet werden.

Ich gehe aber nach Ihrer Schilderung davon aus, dass feste Tage vereinbart wurden und der Montag immer frei war, so dass das oben gesagte gilt und der Montag kein Urlaubstag ist.


Sie sollten versuchen sich gütlich mit Ihrer Chefin zu einigen. Sagen Sie, dass Sie sich bei einem Anwalt informiert haben. Beachten Sie aber auch, dass Sie ggf. tatsächlich nur 7 Urlaubstage gewährt bekommen müssten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 18.08.2016 | 22:55

Vielen Dank für die schnelle, ausführliche und verständliche Antwort. Tatsächlich habe ich eine 5 Tage Woche und meine Chefin meinte ich habe einen Urlaubsanspruch von 8 Tagen. Gibt es zu meiner Frage ein Gerichtsurteil oder Paragrafen der die Aussage untermauert im Falle einer Diskussion, die sie definitiv suchen wird,? Meine Chefin meinte nämlich das in der Firma generell der Samstag als freier Tag angerechnet wird aber mir wäre es neu das sich der Arbeitgeber das aussuchen kann wenn doch mein freier Tag generell Montags ist. Meine Information deckt sich mit ihrer Aussage.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.08.2016 | 23:32

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage:

Es gibt kein direktes Urteil, welches 1:1 auf Ihren Fall passt.

Folgende Urteile haben sich mit dem Urlaub bei Teilzeit befasst:

EuGH, Beschl. v. 13. 6. 2013 – C-415/12

BAG 19.4.1994 NZA 1994, 899

BAG 22.10.1991 NZA 1993, 79

BAG 8.9.1998 NZA 1999, 665

Wenn keine festen Tagen vereinbart wären, so ist der Berechnung dann ein längerer Zeitraum als eine Woche zugrunde zu legen. Dabei sind die Tage zu berücksichtigen, an denen der AN zur Arbeit verpflichtet ist (s. obigen EuGH Beschluss). In Ihrem Fall mit festen Tagen ist der Montag generell frei und nicht als Urlaubstag zu berücksichtigen



Bewertung des Fragestellers 22.08.2016 | 07:42

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