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Urlaub und Überstunden bei nicht vertraglicher Änderung der Arbeitstage


| 17.12.2008 16:04 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Lausch



Ich habe folgendes Problem :

Ich arbeite für ein Transportunternehmen.
Zum 31.1.09 habe ich meine Kündigung erhalten.

Vertraglich arbeite ich seit dem 1.10.2007 auf Teilzeit, 3 Tage die Woche/25 std bei dieser Firma.

Seit April 2008 arbeite ich an 5 Tagen die Woche, allerdings ist das nicht vertraglich festgehalten.

In meinem Vertrag steht, mir stehen 15 Urlaubstage pro Kalenderjahr bei Teilzeitbeschäftigung zu.

Ich habe also für die ersten 3 Monate (15 / 4 = 4? ) also 4 Urlaubstage, und die restlichen 9 Monate (24 / 4 * 3 = 18 ) 18 Urlaubstage zu bekommen (insg 22) ,oder nicht?
Oder muss die Änderung der Beschäftigungstage vertraglich festgehalten werden?
Ich sollte noch dazusagen das ich vor 2 Monaten bereits 10 tage Urlaub genommen habe, und betriebsbedingt nochmal 5 Urlaubstage zwischen den Feiertagen dazukommen.
Steht mir also noch Urlaub zu?

Zu den Überstunden :

Meine Arbeitszeiten werden nicht aufgeschrieben, allerdings gibt es einige wenige Auszüge aus Fahrtenbüchern, die belegen das ich Überstunden gemacht habe, und da meine Arbeit sich nicht geändert hat in den letzten 6 Monaten, habe ich jeden Tag Überstunden gemacht.
Meine Cheffin behauptet, ich hätte die Fahrtenbücher nicht richtig geführt und das würde mir nichts bringen.Dabei habe ich es so gemacht wie sie es mir gezeigt hat.
Kann ich irgendwie meine Überstunden verlangen, auch wenn die nicht in dem Sinne aufgeschrieben worden sind?

Dazu kommt das Problem das meine Cheffin behauptet, seit April würde ich Vollzeit arbeiten, da es ja 5 Tage sind, davon ist aber nichts schriftlich festgehalten oder abgemacht worden.
Sie begründet das damit, dass die Arbeit eine andere ist.
Vom 1.10.2007 bis zum 1.4.2008 habe ich als Umzugshelfer gearbeitet, seit dem 1.4.2008 arbeite ich als Lieferant für sie.
Lieferant fällt doch aber unter 'andere zumutbare Aufgaben', oder sehe ich das falsch? Also bezieht sich meine jetzige Arbeit doch immer noch auf denselben Vertrag?
Denn von ihrem Standpunkt aus gesehen, habe ich garkeine Überstunden gemacht.

Würde mich über schnelle Hilfe sehr freuen

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Sehr geehrter Fragesteller,

nah einer ersten Einschätzung anhand Ihrer Angaben ergibt sich folgendes:

Ihre Berechnung der Urlaubstage ist richtig, Ihnen stehen also weitere 7 Urlaubstage zu.

Zu der Überstundenfrage ist hier derzeit nicht erkennbar, ob Sie damit die Stunden meinen, die über den aktuell vereinbarten 25 Std./Woche liegen oder Stunden, die über die betriebsübliche Arbeitszeit (Vollzeittätigkeit) hinausgehen.

Grundsätzlich sind alle von Ihnen geleisteten Arbeitsstunden vom Arbeitgeber auch zu vergüten, wobei Sie ggfs. (im Falle einer Klage) nachweisen müßten, dass diese Stunden auch gefordert und geleistet worden sind. Die von Ihnen zitierten Fahrtenbücher und Auftragsunterlagen sind hier wertvolle Belege, Sie sollten rechtzeitig Kopien anfertigen.

Daneben müssen Sie Ihren Arbeitsvertrag auf eine eventuelle Regelung zu über die vereinbarte und/oder betriebsübliche Arbeitszeit hinausgehende Arbeitszeiten prüfen. Möglicherweise ist hier ein Freiszeitausgleich vorgesehen. Aufgrund Ihrer Schilderung gehe ich davon aus, dass dies nicht der Fall ist.

Da möglicherweise auch Ausschlussfristen greifen - auch hierzu sollten Sie den Arbeitsvertrag prüfen - empfehle ich dringend, vor Ort einen Rechtsanwalt zur detaillierten Beratung unter Vorlage des Arbeitsvertrages aufzusuchen, damit keine Anprüche verloren gehen.

Mit freundlichem Gruss
Lausch
- Rechtsanwältin -



Nachfrage vom Fragesteller 17.12.2008 | 16:47

Zum Urlaub :

Also ist das egal wenn es nirgendwo schriftlich festgehalten ist, das ich 5 Tage die Woche arbeite, die 7 Tage stehen mir ohne wenn und aber zu?

Zu den Überstunden :

Im Vertrag steht, ich muss Überstunden machen soweit diese notwendig sind, und mir diese durch Freizeitausgleich erstattet werden.

Es geht mir darum das meine Cheffin behauptet, ich würde jetzt auf Vollzeit arbeiten, weil es 5 tage die Woche sind, aber der Vertrag wurde ja nicht geändert sondern läuft immer noch auf Teilzeit und 25std /Woche.
Sie begründet das auch damit, dass ich jetzt mehr verdienen würde (Was auch stimmt, da durch die andere Art der Arbeit noch Nachtzuchlag und Spritkostenerstattung dazukommt).Allerdings ist mein Bruttogehalt von 800 € immer noch das selbe.
Wenn ich auf Vollzeit arbeiten würde, wären das ja keine Überstunden, sondern normale Arbeitszeit.
Die Überstunden die ich meine beziehen sich auf die 25std/Woche.

In den Fahrtenbüchern stehen genau die Zeiten, aber meine Cheffin behauptet ich hätte sie halt falsch geführt, kann mir da irgendetwas passieren wenn ich die einfach so kopiere und einem Anwalt vorlege?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.12.2008 | 17:00

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn Sie seit April 5 Tage pro Woche arbeiten steht Ihnen der entsprechende Urlaub zu, auch wenn diese faktische Änderung des Arbeitsverhältnisses nicht schriftlich fixiert ist.

Soweit Sie mehr als 25 Stunden pro Woche gearbeitet haben, sind laut Ihres Arbeitsvertrages die geleisteten Mehrstunden in Freizeit auszugleichen, sollte sies nicht möglich sein, müssen die Stunden bezahlt werden.

Ob die Behauptung, die Fahrtenbücher seien falsch geführt worden, dazu führt, dass diese vor Gericht keine Beweiskraft hätten, kann ich ohne Einsicht und konkrete Angaben, wo der Fehler liegen soll, nicht beantworten. Das Kopieren der Bücher zu Beweiszwecken hat für Sie keine Folgen.

Mit freundlichem Gruss
Lausch
- Rechtsanwältin -

Bewertung des Fragestellers 19.12.2008 | 08:22


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